Hamburg - Der Suchmaschinenbetreiber Google darf sechs heimlich aufgenommene Sex-Bilder von Ex-Motorsportboss Max Mosley nicht weiter verbreiten. Das Hamburger Landgericht urteilte am Freitag, Google dürfe die Fotos aus dem Video einer privaten Sex-Party mit Prostituierten nicht mehr in Suchergebnisse aufnehmen. Falls Google die Bilder dennoch anzeigt, droht ein Ordnungsgeld von bis zu 250 000 Euro pro Einzelfall. Die Fotos verletzten Mosley schwer in seiner Intimsphäre.
Google befürchtet eine Verpflichtung zur Überwachung von Inhalten. Der Konzern sprach von einem „beunruhigenden Signal“ und kündigte Berufung beim Oberlandesgericht Hamburg an.
