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NWZonline.de Nachrichten Panorama

Viel Wind um die Engel-Show in China

21.11.2017

Shanghai Die erste große Modenschau von Victoria’s Secret in China macht großen Wirbel. Die Fernsehaufzeichnung der legendären jährlichen Dessous-Show am Montag in Shanghai, zu der mehr Models als je zuvor angereist sind, wurde im Vorfeld überschattet von Gerüchten, Kontroversen und politischen Verwicklungen. Zur Enttäuschung vieler Fans in der ostchinesischen Hafenmetropole musste Model-Superstar Gigi Hadid zu Hause bleiben, obwohl sie eigentlich fest gesetzt war. Auch konnte der amerikanische Superstar Katy Perry nicht kommen.

Erst Mitte Oktober hatte die 33 Jahre alte Sängerin versichert, bei ihrem Auftritt „chinesische Vorschriften und Gesetze zu befolgen“ und nichts „zu tun oder zu sagen“, was „politisch“ ist, wie aus einem Brief hervorging, den chinesische Medien veröffentlichten.

Solche Selbstverpflichtungen sind Standard für ausländische Künstler geworden, wenn sie ihren Auftritt in China genehmigt und ein Visum bekommen wollen. Für Perry reichte es aber offensichtlich nicht. Unvergessen ist ihr Auftritt 2015 in Taiwan, das die kommunistische Führung in Peking nur als abtrünnige Provinz betrachtet. Damals trug die Sängerin in Taipeh ein glitzerndes Kleid mit Sonnenblumen und schwenkte die taiwanesische Nationalflagge. Es war ein Jahr nach der „Sonnenblumenbewegung“, mit der Studenten auf der demokratischen Insel gegen die Annäherung an die Volksrepublik protestierten. „Sie hatte zuerst ein Visum für die Victoria’s Secret Show in Shanghai bekommen, dann änderten die chinesischen Offiziellen ihre Meinung und zogen es zurück“, zitierte die Webseite „Page Six“ eine Quelle.

Auf der schwarzen Liste stehen schon andere illustre Größen wie Lady Gaga, Justin Bieber, Oasis, Guns’n Roses oder Linkin Park – meist weil sie den Dalai Lama, das im Exil lebende religiöse Oberhaupt der Tibeter, mögen. Die Verantwortlichen in China schauen näher hin, seit die isländische Sängerin Björk 2008 bei einem Konzert in Shanghai laut „Tibet, Tibet“ gerufen und ihr Lied „Declare Independence“ gesungen hatte, was zweifellos als Votum für eine Unabhängigkeit Tibets verstanden wurde.

Auf jeden Fall konnte die Victoria’s Secret-Show in Shanghai den britischen Mädchenschwarm Harry Styles, den R&B-Sänger Miguel, den Hamilton-Musical-Star Leslie Odom und die bekannte chinesische Sängerin Jane Zhang verpflichten. „Wir sind unglaublich begeistert, sie dabei zu haben“, sagte Ed Razek, Produzent der Show und Kreativdirektor von Victoria“s Secret, dem US-Magazin „People“. Vier Weltklasse-Stars, 55 Models, darunter erstmals sechs chinesischer Abstammung, und 37 „Engel“: „Unsere bislang ehrgeizigste Show.“

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