• Jobs
  • Immo
  • Auto
  • Kleinanzeigen
  • Trauer
  • Hochzeit
  • Guide
  • Shop
  • Tickets
  • Veranstaltungskalender
  • Fußball
  • Werben
  • Kontakt
  • Über uns
 
NWZonline.de Nachrichten Panorama

Fahndung: Sonderkommission jagt Würth-Entführer

20.06.2015

Schlitz Eine Sonderkommission soll den oder die bisher unbekannten Täter im Fall des vorübergehend entführten Sohns von Milliardär Reinhold Würth aufspüren. Eine heiße Spur fehle bisher, sagte ein Sprecher der Staatsanwaltschaft Gießen am Freitag. „Wir gehen allen Spuren am Ort des Verschwindens und des Auffindens nach“, sagte er. Die Sonderkommission wurde am Freitag noch weiter zusammengestellt, wie ein Polizeisprecher in Fulda sagte. Wie viele Beamte ermitteln, wurde nicht bekanntgegeben.

Nach der Beobachtung des Wiesbadener Kriminologe Rudolf Egg sind die meisten Entführer männlich, meistens stammen sie aus derselben Region wie ihre Opfer und arbeiten gemeinsam mit Komplizen. „Einer allein macht das selten“, sagt Egg. Fast 60 Prozent stammten aus der Region ihrer Opfer.

Der Direktor des Kieler Instituts für Krisenforschung, Frank Roselieb, vermutet, dass es sich bei den Tätern um Insider handelt. Der Mann sei schließlich nicht auf der Straße vor seinem Elternhaus gekidnappt, sondern im Umfeld eines entlegenen Therapiezentrums entführt worden. Dass der 50-Jährige in der Einrichtung für Menschen mit Behinderung lebt, war nach Darstellung von Anwohnern in dem beschaulichen Ortsteil bekannt, in dem die Tat geschah. Doch bundesweit habe kaum jemand von der Existenz des Sohnes gewusst.

Der Sohn des Schrauben-Unternehmers Reinhold Würth hatte Glück im Unglück, er wurde unverletzt in einem Wald bei Würzburg gefunden. Nicht alle Entführungen gehen so glimpflich aus. Zwar würden 90 Prozent der Geiseln befreit, manche allerdings mit schweren Verletzungen, unter denen sie ein ganzes Leben lang zu leiden hätten, sagt Egg.

Dass eine Geisel sehr schnell freikomme, sei nicht ungewöhnlich, sagt Roselieb. Entführer stünden unter Zeitdruck. Oft unterschätzten Täter auch den Betreuungsaufwand für die Geisel.

Meine Themen: Verpassen Sie keine für Sie wichtige Meldung mehr!

So erstellen Sie sich Ihre persönliche Nachrichtenseite:

  1. Registrieren Sie sich auf NWZonline bzw. melden Sie sich an, wenn Sie schon einen Zugang haben.
  2. Unter jedem Artikel finden Sie ausgewählte Themen, denen Sie folgen können.
  3. Per Klick aktivieren Sie ein Thema, die Auswahl färbt sich blau. Sie können es jederzeit auch wieder per Klick deaktivieren.
  4. Nun finden Sie auf Ihrer persönlichen Übersichtsseite alle passenden Artikel zu Ihrer Auswahl.

Ihre Meinung über 

Hinweis: Unsere Kommentarfunktion nutzt das Plug-In „DISQUS“ vom Betreiber DISQUS Inc., 717 Market St., San Francisco, CA 94103, USA, die für die Verarbeitung der Kommentare verantwortlich sind. Wir greifen nur bei Nutzerbeschwerden über Verstöße der Netiquette in den Dialog ein, können aber keine personenbezogenen Informationen des Nutzers einsehen oder verarbeiten.