[SPITZMARKE]FRANKFURT/MAIN - FRANKFURT/MAIN/AP - Erstmals haben Experten die Wirksamkeit neuer Antibiotika gegen Borreliose nachgewiesen. In Studien konnten Wissenschaftler der Universität Frankfurt am Main zeigen, dass neben bereits bekannten Mitteln auch moderne Chinolone und neu entwickelte Antibiotika-Klassen wie die so genannten Ketolide gegen die am häufigsten von Zecken übertragene Krankheit erfolgreich sind. Borrelien könnten bisher eingesetzte Therapien durchaus überleben, so Mikrobiologe Klaus-Peter Hunfeld.
Vor dem Einsatz in der Praxis sind noch weitere klinische Therapiestudien erforderlich. Nach einer Infektion kommt es in der Regel zu Hautreaktionen, die oft von selbst wieder verschwinden. Daneben können allerdings auch eine Reihe schwererer Symptome auftreten, die neben der Haut vor allem das Nervensystem und die Gelenke betreffen.
„Normalerweise gelangen die Borrelien erst nach längerem Blutsaugen mit dem Speichel der Zecke in den menschlichen Körper. Wenn eine Zecke innerhalb von 24 bis 48 Stunden entfernt wird, ist eine Infektion eher unwahrscheinlich“, sagte Hunfeld.
In Deutschland sind bis zu 35 Prozent der Zecken mit Borrelien befallen. Man rechnet mit etwa 60 000 Neuerkrankungen im Jahr. Etwa jeder 100. Zeckenstich führt zu einer Infektion mit Krankheitssymptomen.
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