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NWZonline.de Nachrichten Panorama

Für sie wirft sich auch Ed Sheeran in Pose

14.10.2019
Frage: Frau Goodwin, Sie sind schon seit über 35 Jahren Profi-Fotografin. Wann hatten Sie zum ersten Mal eine Kamera in der Hand und vor dem Auge?
Goodwin: Mit zwölf Jahren. Irgendwann wollte ich daraus einen Beruf machen.
Frage: Wann entschieden Sie sich, ausschließlich Konzerte und Künstler zu fotografieren?
Goodwin: Das war im Jahr 2005. Bis dahin war ich redaktionell tätig. Ich fotografierte Musik in meiner Freizeit, bis der Gitarrist Joe Satriani mich eines Tages anstellte, um seine Show in Brüssel aufzunehmen.
Frage: Gibt es eine Erfahrung aus Ihrer Anfangszeit, die Sie geprägt hat?
Goodwin: Drei Dinge: Sei zu allen freundlich! Der Türsteher von heute kann morgen der Manager sein, mit dem du über den direkten Zugang zu einem Star verhandeln musst! Zweitens: Gehe respektvoll mit anderen Fotografen um! Drittens: Verschenke deine wertvolle Arbeit nicht!
Frage: Sie fotografieren zahllos Musiker live auf der Bühne: Eigentlich müssten Sie doch schon taub sein...
Goodwin: Nun ja, ich verwende schon einen sehr guten Gehörschutz. Und ich nehme ein Konzert anders wahr als ein Fan. Ich verrichte dort meine Arbeit. Aber seien sie sicher: Die Atmosphäre eines außergewöhnlichen Konzertes kommt aber auch bei mir an.
Frage: Macht es die Arbeit für Sie reizvoller, je extrovertierter sich ein Musiker gibt?
Goodwin: Musiker sind ja auf ihre Weise alle extrovertiert, sonst könnten sie nicht auf der Bühne stehen. Natürlich bietet es mir mehr Möglichkeiten, je kreativer sich ein Künstler vor meiner Kameralinse gibt.
Frage: Haben Sie einen eigenen Stil?
Goodwin: Ich möchte gern „Storyteller“ (Geschichtenerzähler) sein und versuche, immer die besonderen Momente einzufangen.
Frage: Gibt es Vorbilder? Welche Fotografen haben Sie inspiriert?
Goodwin: Baron Wolman und Linda McCartney. Beide haben eine Wahrhaftigkeit in ihrer Arbeit, die ich teile.
Frage: Inwieweit werden sie noch von den Künstlern in Ihrer Arbeit reglementiert?
Goodwin: Das ist ganz unterschiedlich. Die allermeisten Künstler kennen meine Arbeit und lassen mich gewähren.
Frage: Wie sieht ein Tag als Fotografin auf Tournee aus?
Goodwin: Wenn ich Musiker auf einer Tournee begleite, versuche ich ihren Rhythmus zu übernehmen. Das heißt aber nicht, dass ich genau so lebe wie sie. Es sind zwischen zwei Auftritten einige Stunden Busfahrt zu überwinden. Man kommt ins Hotel, man sieht sich den Ort des Auftritts an. Wenn das Konzert um acht Uhr abends beginnt, bereite ich mich ungefähr ab drei Uhr nachmittags darauf vor. Ich überprüfe meine Ausrüstung, ich sehe mir die Verhältnisse auf und hinter der Bühne an – es ist wie ein Soundcheck der Musiker. Natürlich gibt es zwischendurch auch viel freie Zeit. Dafür geht es immer bis in die Nacht. Und nach zwei Wochen auf Tour wissen sie nicht mehr, wie viel Uhr es ist oder welcher Wochentag.
Frage: Die intensivste Beziehung hegen Sie zu Ed Sheeran.
Goodwin: Ich kenne Ed seit mehr als zehn Jahren und bin mit ihm eng befreundet. Im Laufe der Zeit ist eine vertrauensvolle, stets professionelle Zusammenarbeit entstanden. Alles in allem habe ich wohl über 2000 Fotos von ihm gemacht.

Christie Goodwin rückt den Superstars auf die Pelle. So erlebte die Londoner Star-Fotografin den Aufstieg des Singer-Songwriters Ed Sheeran hautnah mit und hat mehr als 2000 Fotos von ihm angefertigt.

Die 57-Jährige wird am 6. November um 19 Uhr in Oldenburg (Kulturlounge Seelig in den Schlosshöfen, Schloßplatz 2) über diese Zusammenarbeit sprechen. Die Moderation hat Wolfgang Rumpf, der Eintritt ist frei. Ihre Foto-Ausstellung „All Access Pass“ ist dort vom 15. Oktober bis 23. November zu sehen und findet im Rahmen der „UK Begegnungen 2019“ statt. Info:


     https://bit.ly/2ohahdi 
Oliver Schulz Redakteur / Kulturredaktion
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