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NWZonline.de Nachrichten Panorama

Stiftung baut Notrufsäulen ab

30.06.2011

STUTTGART Für die Notrufsäulen an deutschen Bundes-, Landes- und Kreisstraßen, die nicht in Baden-Württemberg stehen, kommt das Aus. Sie werden bis zum Jahresende abgebaut, wie die Björn-Steiger-Stiftung in Stuttgart mitteilte. Zur Begründung hieß es, die Notrufsäulen seien nicht mehr finanzierbar. Außerdem habe die heute selbstverständliche Handynutzung sowie die nun mögliche Ortung von Mobiltelefonen die Säulen zuletzt zunehmend überflüssig gemacht.

Bundesweit gibt es nach Angaben der Stiftung noch 2100 Säulen, davon 1800 in Baden-Württemberg. „Die Kosten für Wartung und Telefongebühren waren am Ende einfach zu hoch“, sagte Stiftungs-Sprecherin Melanie Storch. Außerdem sei der Vandalismus seit den 90er-Jahren zunehmend zum Problem geworden. Mutwillig zerstörte Anlagen hätten in den vergangenen Jahren bereits nicht mehr ersetzt werden können.

Seit 1971 waren durch die Stiftung bundesweit mehr als 7000 Notruftelefone installiert worden. Jährlich musste die Organisation zuletzt nach eigenen Angaben mehr als zwei Millionen Euro an Telefongebühren und Wartungskosten aufbringen. Im Schnitt wurden die Telefone nach den Angaben vor fünf Jahren 1,6-mal jährlich genutzt. „Dieser Wert ist deutlich gesunken“, sagte Storch.

Nicht betroffen vom beschlossenen Abbau sind die rund 16 000 Notrufsäulen an den deutschen Autobahnen, für die der Gesamtverband der Deutschen Versicherer (GDV) zuständig ist.

Christoph Hecht, Verkehrsexperte des ADAC, zeigte sich überrascht vom kompletten Aus für die Notrufsäulen an Bundes-, Landes- und Kreisstraßen.

Die Björn-Steiger-Stiftung setzt den Schwerpunkt künftig auf Initiativen wie „Sani Sanelli“, um Grundschülern spielerisch das Verhalten im Notfall beizubringen.

Die Rettungskette nach Unfällen zu beschleunigen, ist das Ziel der Björn-Steiger-Stiftung. Benannt ist sie nach einem Jungen, der 1969 nach einem Verkehrsunfall starb. Die Rettungskräfte waren damals erst eine Stunde nach dem Notruf am Unglückort eingetroffen. Siegfried und Ute Steiger, die Eltern des Jungen, gründeten die Stiftung im selben Jahr.

Über 7000 Notruftelefone installierte die Stiftung innerhalb von 40 Jahren an deutschen Bundes-, Landes- und Kreisstraßen.

Die einheitlichen Notrufnummern 110 und 112 gehen genauso auf Initiativen der Stiftung zurück wie die Deutsche Rettungsflugwacht und der Baby-Notarztwagen.

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