STOCKHOLM - STOCKHOLM - Ein halbes Jahr nach der Debatte in Deutschland über extrem aggressive Raser in Testautos hat der Unfalltod einer schwedischen Fußgängerin im Norden massive Kritik am Fahrverhalten deutscher Testfahrer ausgelöst. Wie Medien am Donnerstag berichteten, wurde eine 45 Jahre alte Mutter von zwei Kindern zwei Tage zuvor auf einer Landstraße von einem außer Kontrolle geratenen Testwagen von Mercedes angefahren und starb an den Unfallfolgen.

Der schwedische Mercedes-Sprecher Sverker Dahl bestätigte im Rundfunk, dass die Staatsanwaltschaft gegen den 32-jährigen Fahrer aus Deutschland wegen grober Fahrlässigkeit im Verkehr mit Todesfolge ermittelt.

Im Stuttgart erklärte der zuständige Mercedes-Sprecher Johannes Reifenrath: „Wir gehen positiv davon aus, dass es keine überhöhte Geschwindigkeit gegeben hat. Das Fahrzeug war in einem technisch einwandfreien Zustand.“

Während die Einzelheiten des Unfalls noch unklar blieben, meldeten sich Anwohner und Polizei mit Kritik an den Fahrgewohnheiten der hier im Winter arbeitenden Testfahrer aus Deutschland zu Wort. Vor allem bei Kolonnenfahrten mit zu hohen Geschwindigkeiten und viel zu geringem Abstand zwischen den Autos müsse man Angst haben, erklärten Bürger.