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NWZonline.de Nachrichten Panorama

Orkantief Thomas: Sturmböen legen Bahnstrecken lahm

24.02.2017

Berlin /Düsseldorf Mit heftigen Sturmböen ist Sturmtief „Thomas“ am Donnerstagabend über den Westen Deutschlands hinweggefegt - der Wind ließ jedoch im Laufe der Nacht nach. Der Deutsche Wetterdienst hob in der Nacht zum Freitag alle Unwetterwarnungen für das Flachland wieder auf. Nur noch in den in den Hochlagen bestehe Gefahr von orkanartiger Böen, sagte ein Meteorologe des Wetterdienstes. Am Abend hatte der Sturm für gestiegene Flusspegel, Entwurzelte Bäume und lahmgelegte Bahnstrecken gesorgt.

Beim Einsturz eines Podiums bei einer Fastnachtsveranstaltung im baden-württembergischen Dornhan wurden drei Frauen und eine Neunjährige verletzt. Auf der Autobahn 45 schob eine starke Windböe einen Lastwagen gegen die Mittelleitplanke, wie ein Polizeisprecher in Gießen sagte. Der Fahrer blieb unverletzt.

Probleme gab es auch am Wuppertaler Hauptbahnhof, wie eine Bahnsprecherin sagte. Kurz vor dem Bahnhof stürzte ein Baum auf die Oberleitung und auf einen ICE. Die rund 70 Fahrgäste wurden aus dem Zug gebracht. Der liegengebliebene ICE verursachte weitere Verspätungen anderer Züge. Bei Aachen stürzte ein Baum auf einen Thalys-Zug. In Bremen stürzte bereits am Nachmittag ein sieben Meter hoher Baum auf einen stehenden Zug. Verletzt wurde dabei niemand, teilte die Feuerwehr mit. In dem Zug saßen etwa 50 Reisende.

Am Dortmunder Bahnhof und auf mehreren Strecken in Nordrhein-Westfalen konnten zwischenzeitlich keine Züge fahren. Sperrungen gab es auch in Niedersachsen, Baden-Württemberg Schleswig-Holstein, die alle in der Nacht wieder aufgehoben wurden. Lediglich nahe Frankfurt am Main bleibt die Strecke zwischen Niedernhausen und Idstein auch am Freitagvormittag gesperrt, wie ein Sprecher der Deutschen Bahn sagte. Nach seinen Angaben gab es am späten Donnerstagabend zwar keine großen Zwischenfälle, aber eine beträchtliche Summe kleinerer Störungen.

In Köln, wo die Rettungskräfte ohnehin wegen der Karnevalsfeiern im Großeinsatz waren, zählte die Feuerwehr am Abend bereits mehr als 150 Einsätze. Ein Autofahrer wurde dadurch schwer verletzt, dass ein im Sturm umgeknickter Baum auf seinen Wagen stürzte. Er wurde in ein Krankenhaus gebracht, wie die Feuerwehr mitteilte. Der etwa 25 Meter hohe Baum demolierte noch zwei weitere Fahrzeuge.

In Bonn wurde wegen der Sturmwarnung eine Karnevalsparty auf dem zentralen Münsterplatz abgesagt. In Düsseldorf beendeten die Karnevalisten wegen des schlechten Wetters ihr Bühnenprogramm zu Altweiber vorzeitig. Für den Rosenmontag sagt der Deutsche Wetterdienst eine entspanntere Lage mit etwas Regen voraus. Mit einem Sturm wie im vergangenen Jahr wird nicht gerechnet.

Zuvor war der Sturm bereits über Großbritannien und die Niederlande hinweggefegt. Am Amsterdamer Flughafen Shiphol kam es unter anderem bei der Landung einer zweimotorigen Propellermaschine zu Problemen.

Die Maschine aus Edinburgh war auf die Landebahn geprallt, so dass das Landegestell durchbrach. Die 59 Menschen an Bord kamen mit dem Schrecken davon, niemand wurde verletzt. Am Freitag sollte die Maschine von der Bahn in einen Hangar transportiert werden, Behörden suchen nach der Unfallursache.

Schon während des Landeanflugs hatte der Pilot Probleme durch den harten Wind, wie der Sprecher des Flughafens mitteilte. Hilfsdienste waren ausgerückt, um für den Notfall zur Stelle zu sein. Doch sie mussten nicht eingesetzt werden. Durch den Vorfall war der Betrieb auf dem Flughafen nicht beeinträchtigt worden. Allerdings mussten wegen des schweren Sturms mehr als 100 Flüge annulliert werden, Dutzende hatten Verspätung.

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