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NWZonline.de Nachrichten Panorama

Waffen Im Darknet: Sturmgewehre illegal online verkauft

09.09.2016

Stuttgart Erneut müssen sich zwei Männer wegen illegalen Waffenhandels im sogenannten Darknet vor Gericht verantworten. Den 25 und 28 Jahre alten Angeklagten werden am Landgericht Stuttgart Verstöße gegen das Waffengesetz und das Kriegswaffenkontrollgesetz vorgeworfen. Ihnen drohen mehrere Jahre Haft. Im Juli hatte das Landgericht Heidelberg bereits einen 32-Jährigen wegen Waffenhandels im Darknet zu fünf Jahren und sechs Monaten Haft verurteilt.

Im Keller der Großmutter eines der Angeklagten sollen die nun beschuldigten Männer Schreckschusspistolen in scharfe Waffen umgebaut haben. Diese sowie eine Reihe Kalaschnikow-Sturmgewehre aus chinesischer und jugoslawischer Produktion, die als Kriegswaffen gelten, sollen sie laut Anklage samt Munition im als Darknet bezeichneten anonymen Bereich des Internets verkauft haben. Zum Prozessauftakt am Donnerstag wollten sich beide nicht äußern.

Für das Handwerk war laut Anklage der 25-Jährige, ein Werkzeugmacher, zuständig. Er sitzt in Untersuchungshaft. Der 28-Jährige soll in erster Linie das Geld für den Erwerb von Maschinen und Material zur Verfügung gestellt haben. Auch sollten die Gewinne aus den Waffendeals über seinen legalen Betrieb gewaschen werden, hieß es. Das Landgericht Stuttgart hat fünf Termine bis 12. Oktober angesetzt.

Aufgeflogen waren die Männer kurz nach den Terroranschlägen von Paris im November 2015. Bei Durchsuchungen der Wohnung des heute 25-Jährigen in Magstadt bei Sindelfingen wurden 16 Schusswaffen gefunden. Laut Staatsanwaltschaft hat der Mann auch Waffen an eine Adresse nach Paris verkauft. Es gebe jedoch keine Anhaltspunkte dafür, dass diese Waffen je in Paris ankamen oder gar bei den Terroranschlägen am 13. November 2015 mit 130 Toten verwendet wurden.

Das Darknet und seine Gefahren machen aktuell immer wieder Schlagzeilen. Bundesinnenminister Thomas de Maizière (CDU) sprach von einer „große Herausforderung“. Auch der Angreifer des Amoklaufs von München im Juli soll seine Tatwaffe im Darknet erworben haben - eine fürs Theater entschärfte, dann aber wieder scharf gemachte Waffe.

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