• Jobs
  • Immo
  • Auto
  • Kleinanzeigen
  • Trauer
  • Hochzeit
  • Guide
  • Shop
  • Tickets
  • nordbuzz
  • Fußball
  • Werben
  • Kontakt
 
NWZonline.de Nachrichten Panorama

Merkur-Transit fasziniert Sternenfreunde

29.10.2019

Stuttgart Herausragendes astronomisches Ereignis ist in diesem Monat der Merkur-Transit am 11. November. Der innerste und kleinste Planet unseres Sonnensystems, der flinke Merkur, zieht als winziger, dunkler Punkt vor dem grellen Sonnenball vorüber. Alle vier Monate überholt Merkur die Erde auf der Innenbahn. Da die Merkurbahn um sieben Grad zur Erdbahnebene geneigt ist, wandert Merkur fast immer nördlich oder südlich an der Sonne vorbei. Nur in den seltenen Fällen, wenn er beim Überholen gleichzeitig die Erdbahnebene kreuzt, läuft er zwischen Sonne und Erde hindurch, wobei er als winziger, dunkler Punkt vor der Sonnenscheibe erscheint. Diesen Vorgang nennt man Merkur-Durchgang oder -Transit.

Am 11. beginnt der Transit in Mitteleuropa um 13.35 Uhr. Merkur erscheint am Ostrand der Sonne. Um 16.20 Uhr erreicht Merkur den geringsten Abstand vom Sonnenscheibenmittelpunkt. Um 19.04 Uhr endet das Himmelsschauspiel mit dem Austritt von Merkur aus der Sonnenscheibe. Dann ist die Sonne bei uns aber schon untergegangen.

Da das Merkurscheibchen fast 200-mal kleiner ist als die Sonnenscheibe, ist der Transit mit bloßen Augen nicht zu sehen. Man benötigt ein Teleskop oder mindestens ein Fernglas, um das dunkle Pünktchen zu erkennen – allerdings müssen diese mit speziellen Folien oder Filtern präpariert sein. Vor Sonnenbeobachtungen ohne ausreichende Schutzmaßnahmen ist dringend zu warnen. Sonnenbrillen bieten keinen ausreichenden Schutz.

Am besten lässt sich der Merkur-Transit auf einer Sternwarte verfolgen, die über Geräte zur gefahrlosen Sonnenbeobachtung verfügen. Die nächste Reise findet erst am 13. November 2032 statt.

Diese konnten erst nach Erfindung des Teleskops beobachtet werden. Johannes Kepler berechnete schon 1629 für den 7. November 1631 einen Merkurtransit. Er selbst konnte ihn allerdings nicht beobachten, da er im November 1630 starb. Aber der französische Astronom Pierre Gassendi verfolgte diesen in Paris. Es war die erste dokumentierte Beobachtung eines Merkur-Transits.

In der letzten Novemberwoche ist Merkur in der Morgendämmerung tief am Südosthimmel zu sehen. Auch Mars taucht allmählich am Morgenhimmel auf. Dort sind auch bereits die Wintersternbilder erschienen. Auffallend ist der Orion, Leitbild des Winterhimmels. Gegen 6 Uhr morgens steht er unübersehbar am Südhimmel.

Am Abendhimmel kann man noch Jupiter tief im Südwesten sehen. Gegen Monatsende verabschiedet sich der Riesenplanet davon. Venus beginnt zur Monatsmitte ihre Abendsternperiode. Kurz vor 18 Uhr geht sie jedoch schon unter. Ein schöner Himmelsanblick ergibt sich am 28., wenn die schmale Sichel des zunehmenden Mondes zwischen Venus und Jupiter steht.

Meine Themen: Verpassen Sie keine für Sie wichtige Meldung mehr!

So erstellen Sie sich Ihre persönliche Nachrichtenseite:

  1. Registrieren Sie sich auf NWZonline bzw. melden Sie sich an, wenn Sie schon einen Zugang haben.
  2. Unter jedem Artikel finden Sie ausgewählte Themen, denen Sie folgen können.
  3. Per Klick aktivieren Sie ein Thema, die Auswahl färbt sich blau. Sie können es jederzeit auch wieder per Klick deaktivieren.
  4. Nun finden Sie auf Ihrer persönlichen Übersichtsseite alle passenden Artikel zu Ihrer Auswahl.

Ihre Meinung über 

Hinweis: Unsere Kommentarfunktion nutzt das Plug-In „DISQUS“ vom Betreiber DISQUS Inc., 717 Market St., San Francisco, CA 94103, USA, die für die Verarbeitung der Kommentare verantwortlich sind. Wir greifen nur bei Nutzerbeschwerden über Verstöße der Netiquette in den Dialog ein, können aber keine personenbezogenen Informationen des Nutzers einsehen oder verarbeiten.