STUTTGART - Der vergangene Woche im Neckar gefundene 19-Jährige ist vor seinem Tod vermutlich misshandelt worden. „Wir gehen von einer massiven Gewalteinwirkung aus – am Kopf und Körper“, sagte ein Polizeisprecher am Montag in Stuttgart. Die versenkten und einbetonierten Leichenteile des jungen Mannes wiesen Spuren von massiven Schlägen und Tritten auf. Ob diese mit einem Werkzeug oder einer Waffe zugefügt worden waren, konnte nicht geklärt werden. Fest stehe, dass das Opfer bereits tot war, bevor es zerstückelt wurde.
Möglicherweise musste der Gymnasiast sterben, weil er sich mit der 16 Jahre alten Freundin des mutmaßlichen Haupttäters getroffen hatte.
Die Stuttgarter Staatsanwaltschaft ermittelt gegen die vier Tatverdächtigen im Alter zwischen 16 und 23 Jahren wegen heimtückischen Mordes. Drei der Festgenommenen haben bereits Teilgeständnisse abgelegt. Ihre Vernehmungen am Wochenende hätten aber keine Klarheit über das Motiv gebracht, so die Ermittler.
Der mutmaßliche Drahtzieher schweigt nach wie vor. Der 18-Jährige wird von Staranwalt Rolf Bossi und Maximilian Pauls vertreten.
