STUTTGART - Das Spiel ist aus. Drei Glückspilze aus Niedersachsen, Schleswig-Holstein und Thüringen teilen sich den bisher größten deutschen Lotto-Jackpot von 45,3 Millionen Euro. Jeder bekommt gut 15 Millionen überwiesen. Damit stieg die Zahl derer, die in diesem Jahr in Deutschland zu Lotto-Millionären wurden, auf 77, teilte der Deutsche Lotto- und Totoblock in Stuttgart mit. Der Jackpot hatte sich seit Mitte Oktober aufgebaut. Wieder erwies sich der Mittwoch als der Jackpot-Knacktag: Fünf der sechs größten deutschen Jackpots fielen an einem Mittwoch.
Der Spieler aus Niedersachsen hatte gleich zweimal hintereinander Glück. Denn er gewann seinen Tippzettel bei der „Bild“-Zeitung.
Mit dem Systemschein hatte der Mann seine Chancen auf den „Topf“ von 1 zu 140 Millionen auf 1 zu 17 462 verbessert. „Statistisch gesehen müsste man einen solchen Schein 17 462 Mal spielen, um mindestens einmal den Jackpot zu holen – und nicht 140 Millionen Mal“, sagte Professor Karl Bosch von der Forschungsstelle Glücksspiel an der Universität Hohenheim in Stuttgart. „Es war also trotz allem noch sehr viel Glück.“
Mit dem Systemschein, den es nicht in allen Bundesländern gibt und der zum Jahresende abgeschafft wird, knackte der Tipper nicht nur den Mega-Jackpot. Er hat außerdem 60-mal fünf Richtige, 675-mal vier Richtige und 2400-mal drei Richtige. Damit wuchs sein Gewinn auf 15 283 769 Euro.
Bei den beiden anderen Gewinnern des Jackpots handelt es sich um den Kunden eines Internet-Anbieters aus Schleswig-Holstein und einen Thüringer.
„Grundsätzlich raten wir den Glückspilzen, den Gewinn nicht an die große Glocke zu hängen und Gras über die Sache wachsen zu lassen“, sagte Lotto-Sprecher Klaus Sattler. Die Lotto-Spieler setzten deutschlandweit 135 Millionen Euro ein.
