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NWZonline.de Nachrichten Panorama

Banges Warten auf Hurrikan „Florence“

14.09.2018

Summerville /Myrtle Beach Warren Westburry ist obdachlos. Der 56-jährige Kriegsveteran sitzt vor einer Notunterkunft des Roten Kreuzes in Summerville in South Carolina. Eigentlich lebt er in einem Obdachlosenheim in der Küstenstadt Charlotte, aber das musste wegen des heranziehenden Hurrikans „Florence“ evakuiert werden, es könnte überflutet werden.

„Florence“ nähert sich der Südostküste der USA – und wer fliehen konnte, ist geflohen. Hunderttausende haben ihre Häuser und Wohnungen verlassen. Der Sturm könnte Vorhersagen zufolge zwischen Freitagmorgen und Samstagmorgen Ortszeit vermutlich in den Bundesstaaten North Carolina oder South Carolina auf Land treffen.

Die Behörden warnen vor lebensbedrohlichen Bedingungen durch schwere Regenfälle, Sturmfluten und heftige Winde. Der US-Stromversorger Duke Energy hat zwei Atomkraftwerke an der Küste abgeschaltet. In der Hauptstadt Washington wurden wichtige politische Entscheidungen im Senat und im Abgeordnetenhaus verschoben. „Wir sprechen über ein ausgedehntes Windfeld“, sagte der Leiter der US-Katastrophenschutzbehörde Fema, Brock Long. Es werde extreme Sturmfluten geben.

Am Donnerstag sah es so aus, als könnte der Küstenabschnitt zwischen der Stadt Wilmington in North Carolina und dem beliebten Urlaubsort Myrtle Beach in South Carolina im Zentrum des Hurrikans liegen. In beiden Bundesstaaten haben Helfer etliche Notunterkünfte errichtet. So auch in einer Schule in Summerville, wo das Rote Kreuz Platz geschaffen hat für insgesamt 102 Menschen. 62 sind bislang hier. Sie sitzen auf Feldbetten in einer Halle oder auf Bänken im Freien. und vertreiben sich die Zeit.

Nicht alle Menschen, deren Häuser in der Evakuierungszone liegen, sind gegangen. Jack Edward Baldwin II. will bleiben und den Sturm in seinem Haus nahe des Flughafens von Myrtle Beach aussitzen. „Ich habe nicht die Mittel, um meine Wertsachen zu packen, ich habe nicht das Geld, um für eine Woche oder mehr woanders zu wohnen. Und ich werde meine fünf Hunde nicht im Stich lassen“, sagt der Taxiunternehmer.

An vielen Orten entlang der Küste sieht man verbarrikadierte Fenster. Auch Errol Thomas schraubt gerade noch eine Spanplatte an. Er wohnt nordwestlich der Stadt Charleston, seine Siedlung liegt ein bisschen erhöht. Er mache sich keine Sorgen, sagt Thomas. Andernorts in der Gegend sei die Hauptsorge, dass es zu Überflutungen kommt, meint er. Charleston erwischte es schon vor zwei Jahren schwer, als Hurrikan „Matthew“ in South Carolina sein Unwesen trieb. Damals verwandelten sich ganze Straßenzüge in Flüsse.

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