• Jobs
  • Immo
  • Auto
  • Kleinanzeigen
  • Trauer
  • Hochzeit
  • Guide
  • Shop
  • Tickets
  • nordbuzz
  • Fußball
  • Werben
  • Kontakt
 
NWZonline.de Nachrichten Panorama

Bluttat mit 26 Toten erschüttert die USA

07.11.2017

Sutherland Springs Pastor Frank Pomeroy ist an diesem Sonntag nicht in der Kirche. Aber seine 14-jährige Tochter Annabelle sitzt im Gottesdienst. Es ist Mittag in Sutherland Springs, einem kleinen Ort im US-Bundesstaat Texas. Draußen vor der Kirche steigt der 26-jährige Devin Patrick Kelley aus seinem Auto. Er ist ganz in schwarz gekleidet, trägt eine kugelsichere Weste. In seiner Hand hält er ein Gewehr. Er schießt. Dann betritt er das Gotteshaus. Er schießt weiter, läuft den Gang entlang. Die Gottesdienstbesucher hätten in diesem Moment wahrscheinlich keine Möglichkeit gehabt, zu fliehen, sagt der örtliche Sheriff später.

Mindestens 26 Menschen sterben. Zahlreiche weitere werden verletzt. Das jüngste Opfer ist fünf Jahre alt, das älteste 72. Eine Schwangere ist darunter, mehrere andere Mitglieder ihrer Familie sterben ebenfalls. Die Tat hinterlässt eine klaffende Wunde in Sutherland Springs. Einem Ort, in dem jeder jeden kennt.

Wieder werden die USA von einem Massaker erschüttert, wieder herrscht Fassungslosigkeit. Erst einen Monat ist es her, dass der 64-jährige Stephen Paddock in Las Vegas aus seinem Hotelzimmer das Feuer auf die Besucher eines gegenüberliegenden Festivals eröffnete und 58 Menschen tötete. Wieder werden am Sonntag neue traurige Rekorde aufgestellt: Es ist die schlimmste Tat eines Schützen in der Geschichte des Bundesstaates und das schlimmste Blutbad in einer Kirche in den USA.

Laut den Ermittlern gibt es Hinweise auf ein familiäres Motiv. Man wisse, dass der Täter wütend auf seine Schwiegermutter gewesen sei, sagte Freeman Martin vom texanischen Ministerium für Öffentliche Sicherheit. Diese habe die Kirche in der Vergangenheit besucht. Am Sonntag war sie aber nicht dort.

Nach und nach dringen Details über das Leben des jungen Mannes an die Öffentlichkeit. Er lebte im benachbarten New Braunfels, eine von deutschen Einwanderern gegründete Stadt. Kelley diente in der US-Luftwaffe, wurde aber 2014 entlassen. Ein Militärgericht hatte ihn zwei Jahre zuvor verurteilt, weil er seine Frau und das gemeinsame Kind angegriffen hatte.

Laut einem Bericht des Senders CNN kaufte er das automatische Gewehr im ­April 2016 in einem Laden in San Antonio. In seinem Auto fanden die Ermittler weitere Waffen. Der Mann tötete sich selbst. Die kleine Gemeinde trauert unterdessen. Auch der texanische Gouverneur Greg Abbott kämpft mit den Tränen, während er vor Journalisten spricht. „Es sind so viele Familien, die Angehörige verloren haben“, sagt er. „Vater, Mütter, Söhne und Töchter.“

Meine Themen: Verpassen Sie keine für Sie wichtige Meldung mehr!

So erstellen Sie sich Ihre persönliche Nachrichtenseite:

  1. Registrieren Sie sich auf NWZonline bzw. melden Sie sich an, wenn Sie schon einen Zugang haben.
  2. Unter jedem Artikel finden Sie ausgewählte Themen, denen Sie folgen können.
  3. Per Klick aktivieren Sie ein Thema, die Auswahl färbt sich blau. Sie können es jederzeit auch wieder per Klick deaktivieren.
  4. Nun finden Sie auf Ihrer persönlichen Übersichtsseite alle passenden Artikel zu Ihrer Auswahl.

Ihre Meinung über 

Hinweis: Unsere Kommentarfunktion nutzt das Plug-In „DISQUS“ vom Betreiber DISQUS Inc., 717 Market St., San Francisco, CA 94103, USA, die für die Verarbeitung der Kommentare verantwortlich sind. Wir greifen nur bei Nutzerbeschwerden über Verstöße der Netiquette in den Dialog ein, können aber keine personenbezogenen Informationen des Nutzers einsehen oder verarbeiten.