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NWZonline.de Nachrichten Panorama

Von Schlager Bis Metal: Teilnehmer für deutschen ESC-Vorentscheid stehen fest

13.01.2016

Berlin /Hannover Jamie-Lee Kriewitz, im Dezember 2015 Siegerin der ProSiebenSat.1-Show „The Voice of Germany“, will für Deutschland beim Eurovision Song Contest (ESC) ins Rennen gehen. Die 17-jährige Schülerin aus der Nähe von Hannover ist eine von zehn Kandidaten, die am 25. Februar (20.15 Uhr) beim deutschen Vorentscheid mit dem Titel „Eurovision Song Contest 2016 - Unser Lied für Stockholm“ gegeneinander antreten, wie der zuständige Norddeutsche Rundfunk (NDR) am Dienstag mitteilte.

„Ich würde gerne Deutschland beim ESC vertreten“, sagte Kriewitz laut NDR. „Für mich persönlich wäre es eine krasse Erfahrung, an die ich vor einem Jahr nicht mal im Traum gedacht hätte.“ Im Vorjahr hatte es beim ESC-Finale in Wien für Deutschlands Kandidatin Ann Sophie aus Hamburg null Punkte gegeben. Der Schwede Måns Zelmerlöw gewann den Wettbewerb. Deswegen ist der Austragungsort jetzt Stockholm. Das Finale ist dort am 14. Mai.

Neben Jamie-Lee Kriewitz stehen auf der Bühne: Avantasia, Alex Diehl, Ella Endlich, Gregorian, Joco, Keøma, Laura Pinski, Luxuslärm und Woods of Birnam. Die TV-Zuschauer wählen in zwei Durchgängen ihren Favoriten.

Abgestimmt werden kann per Telefon, SMS und zum ersten Mal auch über die offizielle Eurovisions-App, hieß es vom NDR: Voraussetzung ist hierfür, dass der User in Deutschland registriert ist. Moderatorin der auf zwei Stunden angesetzten Show in Köln ist Barbara Schöneberger.

Fotostrecke: Die Teilnehmer des deutschen ESC-Vorentscheids

„Die Bandbreite reicht vom Liedermacher mit Gitarre über Schlager bis zu Metal, von der Manga-Stimme über deutschen Pop bis zu einem jungen Indie-Duo“, sagte ARD-Unterhaltungskoordinator Thomas Schreiber laut Mitteilung. „Ich freue mich über die Vielfalt und Buntheit des deutschen ESC-Vorentscheides. Bei unseren intensiven Anhör- und Diskussionsrunden war uns wichtig, viele Genres abzubilden, aber auch, die internationalen Chancen der Titel sowie Gesang und Auftritt der Acts vor einem großen Publikum auf der Bühne in Köln und in Stockholm einzuschätzen.“

Im November noch hatte der NDR mit der Nominierung des umstrittenen Sängers Xavier Naidoo als einzigen Kandidaten öffentliche Debatten und auch senderinterne Kritik ausgelöst. „Der NDR hat einen Fehler gemacht“, sagte damals auch Intendant Lutz Marmor. Auch er selbst habe die Wucht der Reaktionen unterschätzt. Naidoo, der bei der Fußball-WM 2006 für seinen Hit „Dieser Weg“ noch gefeiert worden war, gilt inzwischen wegen einiger politischer Äußerungen als umstritten.

Der deutsche Vorentscheid am 25. Februar ist eine Koproduktion des NDR mit der Kölner Firma Brainpool - an ihr ist auch Entertainer Stefan Raab beteiligt.

Die Teilnehmer des deutschen ESC-Vorentscheids

Avantasia: Hinter dem Projekt steht der Metal-Sänger und Komponist Tobias Sammet aus Fulda. Mit ihrem letzten Album „The Mystery Of Time“ erreichte die Band in Deutschland Platz zwei in den Charts.

Alex Diehl: Der bayerische Songwriter nimmt mit seinem Facebook-Hit „Nur ein Lied“ am ESC-Vorentscheid teil. Der Song war als spontane Reaktion auf die Terroranschläge von Paris entstanden.

Ella Endlich: Die Schlager-Pop-Sängerin hatte in den 90er Jahren erste Chart-Erfolge unter dem Namen Junia. Für die Titelmelodie des Films „Drei Haselnüsse für Aschenbrödel“ bekam sie 2012 Gold.

Gregorian: In dem Chor mischt der Hamburger Musikproduzent Frank Peterson gregorianische Musik mit modernen Unterhaltungsklängen. In 24 Ländern erzielten die CDs und DVDs Gold- und Platin-Status.

Jamie-Lee Kriewitz: Die 17-Jährige hat im Dezember die jüngste Staffel von „The Voice of Germany“ gewonnen. Beim ESC-Vorentscheid tritt sie mit ihrem Gewinner-Song „Ghost“ an.

Joco: Das Indie-Pop-Duo besteht aus den Hamburger Schwestern Josepha und Cosima. Ihr 2015 erschienenes Debutalbum „Horizon“ nahmen sie in den berühmten Abbey Road Studios in London auf.

Keøma: Eine Folk-Sängerin aus Australien und ein Kölner Rockmusiker haben sich zu der Band zusammengetan: Kat Frankie und Chris Klopfer. Ihr Debutalbum erscheint noch im Januar.

Laura Pinski: Die 19-Jährige aus Düsseldorf stand 2012 im Finale von „Das Supertalent“. Ihr Song für den ESC-Vorentscheid stammt aus der Feder von Komponist Ralph Siegel.

Luxuslärm: Die Pop-Rock-Band aus Iserlohn in Nordrhein-Westfalen war schon für den Echo nominiert. Im Frühjahr erscheint das fünfte Studioalbum, mit dem die Musiker auch auf Deutschlandtour gehen.

Woods of Birnam: Sänger der Pop-Band ist Schauspieler Christian Friedel („Das weiße Band“). Er steht mit Musikern der Gruppe Polarkreis 18 auf der Bühne.

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