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NWZonline.de Nachrichten Panorama

UNGLÜCK: Tödlicher Feuerball am Himmel

06.03.2007

ZELL AM SEE ZELL AM SEE/DPA - Unter den acht Opfern des Flugzeugunglücks von Zell am See in Österreich ist auch ein Deutscher. Das bestätigte am Montag die Schweizer Firma Helog, für die der Hubschrauber unterwegs war, vor Journalisten in Küssnacht in der Schweiz. Nach Angaben der Firma befanden sich neben dem Deutschen fünf Schweizer und ein Franzose in dem Hubschrauber.

Wie die Schweizer Nachrichtenagentur SDA berichtet, hält das Helikopterunternehmen ein technisches Versagen als Unfallursache für höchst unwahrscheinlich. Österreichische Medien spekulierten am Abend über einen möglichen Herzanfall eines der Piloten.

Am Montagvormittag war der Lastenhubschrauber in der Skiregion Schmittenhöhe bei Zell am See mit einem österreichischen Sportflugzeug kollidiert, beide waren abgestürzt. Alle sieben Insassen des Helikopters und der Pilot des Flugzeugs kamen dabei ums Leben.

Mehrere Augenzeugen beobachteten von der Terrasse der österreichischen Schoberalm-Gastwirtschaft aus das Unglück. „Vier deutsche Gäste schrien plötzlich auf“, berichtete Sylvia Obermüller. Zusammen mit einer früheren Arbeitskollegin beobachtete die Köchin dann selbst, wie das Sportflugzeug und der Hubschrauber in der Luft zusammenprallten. „Es gab eine Explosion, und ich habe gesehen, wie das Flugzeug in einem Feuerball in den Wald stürzte und Teile durch die Luft flogen“, schilderte die 31-Jährige. „Das Ganze passierte wenige hundert Meter von der Seilbahn entfernt kurz vor der ersten Station.“

Sylvia Obermüller rief sofort von ihrem Handy aus den Rettungsdienst an. „Es war genau 10.48 Uhr, und nur fünf Minuten später war der erste Rettungshubschrauber hier“, sagte sie. „Meine Kollegin und ich hatten noch Glück im Unglück. 100 Meter weiter unten, und es hätte uns erwischt.“

Nach Angaben der Behörden ereignete sich der Zusammenprall in rund 1250 Metern Höhe. Wrackteile und Trümmer landeten im Umkreis von 20 Hektar um die Unglücksstelle, zum Teil in unmittelbarer Nähe zu einer Skipiste.

Der österreichische Pilot des Sportfliegers war vom Flugplatz Zell am See rund 1000 Meter von der Unglücksstelle entfernt gestartet und steuerte nach Westen in Richtung Lienz in Osttirol.

Gleichzeitig durchquerte der Hubschrauber von Kaprun im Süden kommend den Luftraum in nördliche Richtung. Der Sprecher des Flugplatzes Zell am See, Christian Moser, gab an, der Hubschrauberpilot habe noch per Funk mitgeteilt, dass er das Sportflugzeuge gesehen habe. Danach sei der Funkkontakt abgerissen.

Mehr als 200 Helfer von Rotem Kreuz, Bergrettung und österreichischem Bundesheer waren bis zum frühen Abend im Einsatz, um die Opfer zu bergen und Material zu sichern. Nach Angaben der Polizei werden die Untersuchungen und die technischen Ermittlungen noch Tage in Anspruch nehmen. Eine gerichtsmedizinische Untersuchung der Piloten soll Aufschluss über eine mögliche Erkrankung geben.

Nach Angaben der Schweizer Firma war der Hubschrauberpilot ein erfahrener Mitarbeiter und hatte bereits mehr als 3500 Flugstunden absolviert.

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