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NWZonline.de Nachrichten Panorama

Polizistin stirbt bei Einsatzfahrt in Saarbrücken

16.02.2019

Saarbrücken (dpa) - Eine junge Polizisten ist bei einem Unfall mit einem Streifenwagen im Saarland ums Leben gekommen. Die 22-Jährige erlag noch am Unfallort im Saarbrücker Stadtteil Güdingen ihren Verletzungen, wie die Polizei mitteilte.

Sie saß auf dem Beifahrersitz. Ihr Kollege am Steuer wurde schwer verletzt und in ein Krankenhaus gebracht. Der Wagen war den Angaben zufolge an einem Kreisverkehr von der Fahrbahn abgekommen, andere Fahrzeuge waren nicht beteiligt. Vertreter aus der Landespolitik zeigten sich tief betroffen.

Der Streifenwagen war an einer Fahndung nach einem vermutlich betrunkenen Autofahrer in Saarbrücken beteiligt gewesen. Zeugen hatten der Polizei einen Wagen mit französischem Kennzeichen und einem "total betrunkenen" Fahrer gemeldet, der auf dem Weg ins nahe Frankreich gewesen sein soll. An der Suche nach ihm beteiligten sich auch französische Ermittler. Der Mann wurde im Verlauf des Samstags gefunden - wo genau, war nicht bekannt. Laut Polizei handelt es sich um einen 25-Jährigen aus Frankreich. Gegen ihn wurde ein Ermittlungsverfahren wegen Trunkenheit im Straßenverkehr eingeleitet.

Warum es zum dem Unfall des Streifenwagens kam, ist noch unklar. Die Staatsanwaltschaft beauftragte einen Gutachter damit, den genauen Hergang aufzuklären. Die Feuerwehr hatte die 22 Jahre alte Kommissarin noch aus dem auf dem Dach liegenden Autowrack befreit. Zum Alter des Polizisten am Steuer machte die Polizei keine Angaben.

Diese schlimme Nachricht lässt Angehörige, Freunde, Kolleginnen und Kollegen fassungslos zurück", hieß es in einer Mitteilung des Landespolizeipräsidiums. Saar-Ministerpräsident Tobias Hans (CDU) sagte: "Ich bin erschüttert über den tragischen Tod einer saarländischen Polizistin im Einsatz.

Innenminister Klaus Bouillon (CDU) bekundete sein tiefes Mitgefühl. Die Vorsitzende des Ausschusses für Inneres und Sport im Saar-Landtag, Petra Berg, sagte: "Durch diesen Unfall wird uns tragisch vor Augen geführt, dass Polizistinnen und Polizisten täglich ihr Leben für unsere Sicherheit riskieren."

Landespolizeipräsident Norbert Rupp zeigte sich tief erschüttert. Er half bei der Betreuung von Polizisten aus der betroffenen Dienststelle sowie von denen, die an dem Einsatz beteiligt waren. Der Mitteilung zufolge sollten an den Streifenwagen im Land Trauerflore angebracht werden.

In Sachsen war zuletzt ein Polizist im Einsatz verunglückt: Ein 54-Jähriger wurde dort am Freitag bei der Aufnahme eines Unfalls auf der A72 angefahren und schwer verletzt.

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