Los Angeles - Die aus Hannover stammende Regisseurin Maria Schrader hat den Emmy Award für die beste Regie in einer Miniserie gewonnen. Schrader bekam die Auszeichnung für die vierteilige Serie „Unorthodox“ beim Streaminganbieter Netflix. Sie erzählt darin die Geschichte der ultra-orthodoxen Jüdin Esther, die vor ihrem Ehemann aus New York nach Berlin flüchtet. Schrader ist die erste Deutsche, die diese Auszeichnung erhalten hat. „Ich bin sprachlos“, sagte die auch als Schauspielerin bekannte 54-Jährige in einer Live-Schalte nach Los Angeles am Sonntagabend (Ortszeit), umgeben von einigen Mitgliedern des Teams. Aufgrund der Corona-Pandemie wurde die Sendung von Moderator Jimmy Kimmel im Staples Center ohne Publikum moderiert, über 100 Nominierte in rund 20 Städten waren laut Produzenten zugeschaltet.
Die drei großen Abräumer des Abends waren das Drama „Succession“ um die kaputte Familie eines Medienmoguls, die freundliche Toleranz-Comedy „Schitt’s Creek“ und die auf einem realen Massaker an Schwarzen im US-Süden beruhende Comicverfilmung „Watchmen“. Der Emmy Award ist der bedeutendste Fernsehpreis der USA.
