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NWZonline.de Nachrichten Panorama

Venezianer vermissen Flutschutz

15.11.2019

Venedig Nach dem verheerenden Hochwasser in Venedig ist ein Streit über den mangelnden Flutschutz der Unesco-Welterbestadt entbrannt. Ein Milliarden-Projekt zum Hochwasserschutz sollte eigentlich schon längst fertig sein – doch Skandale und schleppende Bürokratie verzögerten den Bau immer weiter. Hoteliers beklagten große Schäden an Touristenunterkünften. Viele Urlauber hätten ihre Reisen storniert, sagte Laura Ferretto vom Hotelverband Federalberghi Veneto am Donnerstag. „Es gab so viele Versprechen und nichts wurde getan“, sagte sie mit Bezug auf den Flutschutz.

Das Projekt namens „Mose“ sollte schon 2014 in Betrieb gehen. Dabei sollen riesige ausfahrbare Barrieren an drei Eingängen in die Lagune das Hochwasser abhalten. Vor mehr als 15 Jahren begannen die Arbeiten, die knapp sechs Milliarden Euro kosten. Ein Korruptionsskandal verzögerte das Mammutwerk allerdings. Auch gibt es seit Kritik, dass ein Eingriff ins sensible Ökosystem der Lagune mehr schade als nutze.

Während Touristen Selfies mit den Wassermassen machten, waren die Bewohner geschockt. „So was habe ich noch nicht gesehen. Es ist eine Katastrophe. Es ist wie ein Krieg. Wir habe es gewusst“, sagte der Venezianer Ezio Toffolutti. Läden und Supermärkte seien alle im Erdgeschoss, die habe es deshalb schlimm erwischt. Gefährlich seien die elektrischen Leitungen. Viele Venezianer werfen Politikern vor, die Stadt an Tourismus- und Kreuzfahrtunternehmen verkauft zu haben und sich nicht um den Schutz zu kümmern.

Österreich

Nach starken Schneefällen ist in Österreich ein Krankenhaus zeitweise von der Außenwelt abgeschnitten gewesen. Auf der Stolzalpe im Bundesland Steiermark saßen am Mittwoch und Donnerstag laut dem ORF mehr als 600 Personen fest, darunter einige stationäre und ambulante Patienten, Krankenhauspersonal sowie mehrere Kinder eines Kindergartens. Nach Angaben der Polizei sollte die Straße gegen Mittag kurz freigegeben werden, um die dringendsten Transportfahrten durchzuführen.

Da aber weiter viele umgestürzte Bäume auf die Straße ragten, müssten anschließend die Aufräumarbeiten fortgesetzt werden.

Südafrika

Nach langanhaltender Trockenheit leiden Teile Südafrikas unter schweren Unwettern. Am Donnerstag wurde nach Angaben des örtlichen Wetterdienstes der Ort Bergville (Provinz Kwazulu-Natal) von einem Tornado heimgesucht. Über die Schäden wurde zunächst nichts bekannt. Meteorologen warnten vor schweren Überschwemmungen, Erdrutschen und Stürmen in der Region.

Im Ort New Hanover setzte das große Aufräumen ein, nachdem er zuvor von einem Tornado heimgesucht wurde. Auf Luftbildern war das ganze Ausmaß der Zerstörung mit abgedeckten Häusern und zerstörten Gebäuden zu sehen. In der Region haben sich einst deutsche Aussiedler niedergelassen, die ihre neuen Wohnorte nach ihren Heimatorten – etwa auch Wartburg, Harburg oder Hermannsburg – benannten.

Australien

Bei den verheerenden Buschbränden in Australien ist die Zahl der Todesopfer auf nunmehr vier gestiegen. Durch die Flammen sind in New South Wales und im benachbarten Bundesstaat Queensland bereits mehr als 12 000 Quadratkilometer Buschland abgebrannt. Beide Regionen haben den Notstand ausgerufen. Zum Vergleich: Schleswig-Holstein hat eine Fläche von mehr als 15 000 Quadratkilometern. Am Donnerstag breiteten sich die Brände zumindest nicht mehr in größerem Umfang aus, hieß es.

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