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NWZonline.de Nachrichten Panorama

Studie: Verkehrsabgase gefährlicher als Unfälle

17.09.2015

Mainz Jährlich sterben etwa 3,3 Millionen Menschen weltweit an den Folgen von Luftverschmutzung. Die meisten Opfer stammen einer Studie zufolge aus Asien. Der größte Teil der Todesfälle gehe demnach auf Emissionen zurück, die bei der Verbrennung von Kohle oder Biomasse zum Heizen und Kochen oder durch Dieselgeneratoren frei werden, berichtet ein internationales Forscherteam unter Leitung von Johannes Lelieveld vom Max-Planck-Institut für Chemie in Mainz.

Auf den Straßenverkehr gingen weltweit fünf Prozent dieser Todesfälle zurück – in Deutschland, Großbritannien und den USA sogar rund 20 Prozent. Hierzulande gibt es demnach jährlich 7000 Todesfälle durch Verkehrsabgase. Das sind doppelt so viele Menschen wie durch Verkehrsunfälle ums Leben kommen.

In vielen Ländern Europas verschmutzt den Angaben zufolge vor allem die Landwirtschaft die Luft. In der EU führe Verkehrsabgase, Feinstaub und Ozon jährlich zu 180 000 Todesfällen, davon 35 000 in Deutschland. Weltweit starben 2010 demnach fünf von 10 000 Menschen vorzeitig an den Folgen von Luftverschmutzung. In China allein waren es 1,36 Millionen; Indien folgte mit 0,65 Millionen auf Platz zwei. Deutschland belegt Platz zwölf in der Liste der Länder mit den meisten auf Luftverschmutzung zurückgehenden Todesfällen 2010 – knapp hinter Ägypten.

Ohne weitreichende Aktionen zur Verbesserung der Luftqualität könne sich die weltweite Zahl der Todesfälle bis 2050 verdoppeln, schreiben die Forscher im Fachblatt „Nature“. Vor allem sehr kleine Partikel können tief in die Lunge eindringen und Krankheiten hervorrufen, etwa Atemwegs- und Herz-Kreislauferkrankungen oder Lungenkrebs.

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