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NWZonline.de Nachrichten Panorama

Was wird aus Michael Jacksons Neverland-Ranch?

24.06.2014

Los Olivos Von außen sieht die Neverland Ranch aus wie früher, als sei die Zeit stehengeblieben. Am Eingangstor des ehemaligen Anwesens von Michael Jackson hängen auch fünf Jahre nach dem Tod des Sängers noch Trauerbekundungen seiner Fans, und es kommen noch immer Besucher vorbei. „Ich dachte, da ist einfach nur ein geschlossenes Tor, aber ich wollte es trotzdem selbst sehen“, sagt James Chen aus Seattle, der auf einem Ausflug mit seinem Vater in Neverland vorbeischaute.

Während Jackson selbst nach seinem Ableben noch gut im Geschäft ist - gerade kam ein neues Album heraus, der Cirque du Soleil tritt mit einer Jackson-Show auf - scheint sich auf Neverland nichts zu tun. Gerüchten zufolge könnte das Anwesen in eine Erinnerungsstätte ähnlich Elvis Presleys Graceland umgewandelt werden, oder es könnte an den Meistbietenden verkauft werden.

Caroline Luz, Sprecherin der Immobilienfirma Colony Capital, die Jackson zu Hilfe kam, als er seine Schulden in Höhe von 24,5 Millionen Dollar (18 Millionen Euro) nicht mehr bedienen konnte, erklärte, das Anwesen rund 240 Kilometer nördlich von Los Angeles werde instand gehalten. Nähere Angaben machte Luz nicht.

Das Anwesen wurde 1981 vom Bauträger William Bone erbaut, der es Sycamore Valley Ranch nannte. Jackson zahlte 1988 insgesamt 19,5 Millionen Dollar für das hügelige, mit Eichen und Sykomoren bewachsene Gelände und benannte es nach der Insel, auf der die Märchenfigur Peter Pan lebt - ein Kind, das nie erwachsen wird. Bald richtete er dort einen Zoo und einen kleinen Vergnügungspark ein.

Fast 20 Jahre lang war Neverland Jacksons Heim und zugleich ein Wahrzeichen der Popkultur. Dort heiratete die Schauspielerin Elizabeth Taylor 1991 in einer prunkvollen Feier Larry Fortensky, dort interviewte Talkmasterin Oprah Winfrey Jackson 1993 live vor 90 Millionen Zuschauern, und dort begrüßten der King of Pop und seine damalige Frau Lisa Marie Presley 1995 Kinder aus aller Welt vor dem 50. Gründungsjubiläum der Vereinten Nationen.

Nach seinem Freispruch vom Vorwurf des Kindesmissbrauchs auf der Ranch 2005 kehrte Jackson Neverland den Rücken. Bis zu seinem Tod 2009 zog er es vor, anderswo zu wohnen. „Ich glaube, sie haben es für meinen Dad verdorben“, sagte Jacksons ältester Sohn Prince im vergangenen Jahr vor einem Zivilgericht.

Fans und Medienvertreter haben das Anwesen schon lange nicht mehr belagert, und der Vergnügungspark ist nur noch Erinnerung. Was aus Neverland wird, ist unklar. Ein Wachmann sorgt an der Haupteinfahrt für Sicherheit, jüngst war ein Gärtner auf dem Zufahrtsweg zu sehen.

„Es ist wirklich ruhig geworden“, sagt der örtliche Immobilienmakler William Etling in seinem Büro einige Meilen entfernt im Winzerort Los Olivos. „Es war nichts zu hören, dass dort etwas passieren würde. Ich bin überrascht, dass sie es noch nicht an jemanden verkauft haben.“

Er frage sich aber, wer das rund 1000 Hektar (10,5 Quadratkilometer) große 35-Millionen-Dollar-Anwesen kaufen mag, wenn eine nahe gelegene Ranch mit mehr als 1300 Hektar kürzlich für 22 Millionen verkauft worden sei. Das müsste wohl jemand sein, der vom King of Pop wirklich begeistert ist, meint der Makler.

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