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NWZonline.de Nachrichten Panorama

Zahl der Toten gestiegen – Trump fordert Hilfspaket

02.09.2017

Washington US-Präsident Donald Trump will nach „Harvey“ ein Hilfspaket in Höhe von 5,9 Milliarden Dollar (fünf Milliarden Euro) vorschlagen. Er bereite eine entsprechende Anfrage an den Kongress vor, sagte ein hochrangiges Regierungsmitglied am Donnerstag. Der Vorschlag aus dem Weißen Haus sei nicht endgültig und solle sicherstellen, dass in den kommenden Wochen mehr Geld für den Wiederaufbau in den vom Hochwasser betroffenen Regionen verfügbar sei. Indes stieg die Zahl der Todesopfer in Texas von 32 auf 39.

Das forensische Institut im Bezirk Harris County meldete am Donnerstagabend (Ortszeit), dass sieben weitere Menschen im Zuge der Flutkatastrophe verunglückt seien. Houston, eine der am stärksten durch „Harvey“ getroffenen Städte, liegt in Harris County.

Mittlerweile sind nach Behördenangaben mehr als 87.000 Wohnungen und Häuser rund um Houston beschädigt worden. In ganz Texas wurden rund 7000 Gebäude vollständig zerstört. Die Katastrophenschutzbehörde Fema teilte mit, bereits 57 Millionen Dollar als Hilfe an Betroffene ausgeschüttet zu haben. 235.000 Menschen beantragten Unterstützung aus Bundesmitteln.

Die Republikaner im US-Repräsentantenhaus signalisierten, nach den Verwüstungen schnell handeln und bereits in der kommenden Woche über weitere Hilfsmittel abstimmen zu wollen. Dem Weißen Haus zufolge will Trump zudem eine Million Dollar aus seinem Privatvermögen spenden, um die Opfer der Sturm- und Hochwasserkatastrophe zu unterstützen. Zuvor hatten bereits viele US-Promis Spendenbereitschaft bekundet.

Zwei Tage nach Trump machte sich am Donnerstag auch dessen Vize Mike Pence ein Bild von der Lage in Texas. Er besichtigte unter anderem eine Kirche, die durch „Harvey“ beschädigt wurde, und umarmte Betroffene. In Jeans und Cowboystiefel gekleidet, sprach er den Flutopfern Unterstützung zu: „Wir werden jeden Schritt, den ihr geht, bei euch bleiben, bis wir den Südosten von Texas größer und besser als je zuvor zurückgebracht haben.“

Im Raum Houston floss das Hochwasser nach tagelangen Überschwemmungen allmählich ab. Behördenmitarbeiter rechneten damit, dass die meisten Überschwemmungen bis zum (heutigen) Freitagabend oder (morgigen) Samstagmorgen zurückgegangen sein würden.

Feuerwehrleute, Polizisten und freiwillige Helfer gingen von Haus zu Haus, um nach möglichen weiteren Toten oder Überlebenden zu suchen. Der geplante Schulstart in Houston am Montag wurde um zwei Wochen auf den 11. September verschoben.

Die akute Hochwassergefahr verlagerte sich indes in den Osten von Texas und Louisiana. In den Orten Beaumont und Port Arthur nahe der Grenze stieg der Wasserpegel. Die meisten aus Port Arthur führenden Straßen waren überschwemmt, in Beaumont gab es kein Leitungswasser mehr, weil die Pumpstation überflutet wurde.

Energieminister Rick Perry kündigte an, 500 000 Barrel Rohöl freizugeben, um einen extremen Anstieg der Benzinpreise zu verhindern. Das Weiße Haus versuchte zudem, illegale Einwanderer in den Katastrophengebieten zu beruhigen. In Notfällen, in denen es zunächst um eine sichere Unterkunft, Lebensmittel und Wasser gehe, solle sich niemand ohne Papiere Sorgen machen, sagte ein Heimatschutzberater Trumps. Auf Betroffene werde nicht abgezielt, solange sie neben ihrer illegalen Einreise keine anderen Verbrechen begangen hätten. In Notunterkünften werde es keine Durchsuchungen geben.

Unterdessen gaben die Behörden bekannt, dass das Feuer in einer vom Hochwasser beschädigten Chemiefabrik bei Houston gelöscht werden konnte. Eine völlige Entwarnung steht aber noch aus, da wegen einer ausgefallenen Kühlung instabil gewordene Chemikalien noch immer explodieren und in Brand geraten könnten.

Das Feuer war am Donnerstagmorgen in einem Container auf dem Fabrikgelände ausgebrochen, Flammen stiegen bis zu zwölf Meter in den Himmel. Es handelte sich nach Angaben der Feuerwehr um organisches Peroxid, mit dem unter anderem Medikamente und Baumaterialien hergestellt werden. Zunächst waren giftige Emissionen befürchtet worden, später hieß es, von dem Rauch gehe keine Gefahr aus. 200 Anwohner wurden aus dem Gebiet evakuiert.

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