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NWZonline.de Nachrichten Panorama

14-Jähriger gesteht Mord an Mitschüler

02.11.2018

Wenden Ein Jugendlicher kehrt nach einem Streit mit einem Freund nicht nach Hause zurück. Eine große Suche bleibt ohne Ergebnis. Am Tag darauf die traurige Gewissheit: Der Schüler ist tot. Am Abend dann die Nachricht: Ein 14-jähriger Mitschüler hat die Tat gestanden. Er soll den 16-Jährigen mit bloßen Händen erwürgt haben.

Wenden im Sauerland am Feiertag Allerheiligen. Der kleine Ort wirkt wie ausgestorben. Nur ein paar Hundehalter kreuzen den Weg. Auch die Gesamtschule, die der 16-Jährige täglich besucht hat, liegt menschenleer am Hang. Keine Kerzen, keine Briefe. Direkt daneben ist der Wald, in dem am Mittwochabend die Leiche gefunden wurde. Die Polizei scheint ihre Ermittlungen am Fundort abgeschlossen zu haben – es ist niemand mehr da. Das Einzige, was überhaupt daran erinnert, dass hier ein junger Mensch offenbar gewaltsam zu Tode gekommen ist, sind ein paar rotweiße Flatterbänder, die sich sachte im Wind bewegen. Aber sie sind dort nur vergessen worden. Abgesperrt ist nichts mehr.

Seit Dienstagmittag war der Jugendliche vermisst worden. Bekannt ist: An diesem Tag hatte er Streit mit einem Freund und ist danach nicht nach Hause gekommen. Die Schule hatte er geschwänzt. Zuletzt gesehen wurde er in der Nähe eines Sporthotels. Er trug eine grüne Bomberjacke und schwarze Sportschuhe.

Eine große Suchaktion begann. Etwa 100 Beamte waren beteiligt. „Plus Feuerwehr, plus THW und so weiter“, sagt Polizeisprecher Michael Klein. Am Mittwochabend dann der Fund. Der Jugendliche liegt tot in dem Wald direkt neben der Schule. Die Polizei meldet: „Aufgrund von Zeugenaussagen ergab sich ein Hinweis auf die Fundstelle.“

Noch am selben Abend wird ein männlicher Tatverdächtiger festgenommen. Weitere Informationen werden aus ermittlungstaktischen Gründen zunächst zurückgehalten. Am Abend gibt die Polizei dann bekannt, dass ein Mitschüler für den Tod des 16-Jährigen verantwortlich ist. Der Tatverdächtige habe gestanden, den Mitschüler in der Nähe des Schulgeländes erwürgt zu haben, sagte am Donnerstag Staatsanwalt Rainer Hoppmann in Olpe. Es habe „ganz bestimmt“ Gegenwehr des Opfers gegeben, so die Ermittler. Der 14-Jährige sei jedoch körperlich überlegen gewesen und habe eher die Statur eines 16-Jährigen gehabt, während das Opfer eher schmächtig wie ein jüngeres Kind gewesen sei.

Es ist still in Wenden an diesem Allerheiligen-Tag. Auf der Website der Schule erscheint eine Erklärung: „Die Schule trauert um ein Mitglied ihrer Gemeinschaft und ist in Gedanken in diesen schweren Stunden bei der betroffenen Familie“, heißt es dort.

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