• Jobs
  • Immo
  • Auto
  • Kleinanzeigen
  • Trauer
  • Hochzeit
  • Guide
  • Shop
  • Tickets
  • nordbuzz
  • Fußball
  • Werben
  • Kontakt
 
NWZonline.de Nachrichten Panorama

Wie der Sturm in Deutschland wütet

23.10.2014

Berlin Gerade war noch T-Shirt-Wetter, jetzt hat der erste Herbststurm Millionenschäden angerichtet und den ersten Schnee gebracht. Nach dem goldenen Oktober rauschten in weiten Teilen des Landes die Temperaturen in den Keller. Die Ausläufer von Hurrikan „Gonzalo“ richteten vor allem im Süden massive Schäden an und sorgten für Verkehrsbehinderungen. Mehrere Menschen wurden verletzt. In den Mittelgebirgen fielen die ersten weißen Flocken.

Vor allem in Bayern und Baden-Würrtemberg richteten Unwetter Schäden in Millionenhöhe an. Feuerwehr und Polizei rückten zu Hunderten Einsätzen aus, Bahnverbindungen waren wegen umgestürzter Bäume gesperrt. Zwischen Sankt Georgen und Hornberg im Schwarzwald kollidierte ein Regionalexpress mit einem Baum. In Aalen durchschlug eine umfallende Eiche die Windschutzscheibe eines vorbeifahrenden Autos. Der 45-jährige Fahrer wurde schwer verletzt.

In Nürnberg mussten nach Starkregen und heftigen Windböen zwei Flüchtlingszelte geräumt werden. Die Unterkünfte seien derart demoliert worden, dass sie unbewohnbar wurden, sagte ein Sprecher des Flüchtlingsrates. Die durchnässten Bewohner seien in andere Unterkünfte - ein anderes Zelt und ein ehemaliges Möbelhaus - gebracht worden. In Wiernsheim (Baden-Württemberg) evakuierten Einsatzkräfte eine Asylbewerberunterkunft für einige Zeit - 20 Menschen wurden in einer Sporthalle untergebracht.

Auf dem höchsten Berg Baden-Württembergs, dem 1493 Meter hohen Feldberg, fiel in der Nacht der erste Schnee der Saison. Drei Zentimeter seien zunächst liegengeblieben, teilte der Deutsche Wetterdienst in Stuttgart mit. Auch vom 1215 Meter hohen Fichtelberg in Sachsen wurde der erste Schnee gemeldet - zwei Zentimeter. In Carlsfeld und Marienberg im Erzgebirge fielen am Mittwochmorgen ebenfalls die ersten weißen Flocken. Ebenfalls drei Zentimeter Schnee gab es auf dem Brocken im Harz. Auch die Wasserkuppe in Hessen zierte eine dünne Schneeschicht.

Die angekündigte Sturmflut blieb im Norden jedoch zunächst aus. Alle Pegelwerte im Elbe- und Wesergebiet sowie an der Nordsee seien unter 1,50 Meter über dem mittleren Hochwasser geblieben, sagte eine Sprecherin des Bundesamts für Seeschifffahrt und Hydrographie (BSH) in Hamburg. Um kurz nach Mitternacht erreichte ein erstes Hochwasser Cuxhaven. Als Sturmflut gilt ein Wasserstand von 1,50 bis 2,50 Metern über dem durchschnittlichen (mittleren) Hochwasser. Ausläufer von Hurrikan „Gonzalo“ könnten aber am Nachmittag das Hochwasser an der Elbmündung steigen lassen. Strände, Vorland und Hafenflächen könnten überflutet werden, sagte die BSH-Sprecherin.

Meteorologen sagen für die kommenden Tage einen Wintereinbruch vorher. Bis Freitag wird oberhalb von 1500 Metern bis zu einem Meter Schnee erwartet, wie ein Meteorologe des Deutschen Wetterdienstes in München sagte.

Die Auswirkungen von „Gonzalo“ können auch der Grund für einen spektakulären Zwischenfall über dem Rhein in Köln gewesen sein. Dort seilten Höhenretter eine Familie mit zwei kleinen Kindern aus einer Seilbahn-Kabine ab, die rund 40 Meter über dem Rhein stecken geblieben war. Zwei weitere Fahrgäste konnten aus einer anderen Kabine befreit werden, die oberhalb einer Brücke feststeckte und daher leichter erreichbar war. Der Deutsche Wetterdienst hatte vor stürmischen Böen in Köln gewarnt.

Meine Themen: Verpassen Sie keine für Sie wichtige Meldung mehr!

So erstellen Sie sich Ihre persönliche Nachrichtenseite:

  1. Registrieren Sie sich auf NWZonline bzw. melden Sie sich an, wenn Sie schon einen Zugang haben.
  2. Unter jedem Artikel finden Sie ausgewählte Themen, denen Sie folgen können.
  3. Per Klick aktivieren Sie ein Thema, die Auswahl färbt sich blau. Sie können es jederzeit auch wieder per Klick deaktivieren.
  4. Nun finden Sie auf Ihrer persönlichen Übersichtsseite alle passenden Artikel zu Ihrer Auswahl.

Ihre Meinung über 

Hinweis: Unsere Kommentarfunktion nutzt das Plug-In „DISQUS“ vom Betreiber DISQUS Inc., 717 Market St., San Francisco, CA 94103, USA, die für die Verarbeitung der Kommentare verantwortlich sind. Wir greifen nur bei Nutzerbeschwerden über Verstöße der Netiquette in den Dialog ein, können aber keine personenbezogenen Informationen des Nutzers einsehen oder verarbeiten.