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NWZonline.de Nachrichten Panorama

Wie schlimm sind die Schäden?

07.01.2017

Schwerin /Kiel Nach der schwersten Ostsee-Sturmflut seit mehr als zehn Jahren hat an den Küsten die Schadensaufnahme begonnen. Zwei mit spezieller Lasertechnik bestückte Flugzeuge seien am Freitag über die Insel Usedom sowie von Warnemünde über Fischland-Darß-Zingst und Teile von Rügen geflogen, um Schäden zu dokumentieren, sagte der für den Küstenschutz zuständige Dezernatsleiter Lars Tiepolt vom Staatlichen Amt für Landwirtschaft und Umwelt Mecklenburg-Vorpommerns in Rostock. Parallel dazu waren Mitarbeiter der Umweltämter an den Küsten unterwegs, um die Folgen der Sturmflut zu begutachten.

Die Gesamthöhe der Schäden an den Küstenschutzanlagen war auch in Schleswig-Holstein noch ungewiss. Bisher seien außer erheblichen Schäden am Regionaldeich Wallnau auf der Insel Fehmarn nur kleinere Schäden bekanntgeworden, sagte ein Sprecher des Umweltministeriums am Freitag. Im besonders stark getroffenen Heiligenhafen befürchtet Bürgermeister Heiko Müller nach groben Schätzungen Schäden von bis zu 1,5 Millionen Euro. Das Hochwasser hatte unter anderem viel Strandsand abgetragen, der erst im vergangenen Jahr für 800.000 Euro aufgespült worden war.

Stärkste Sturmflut seit 2006: Land unter an der Ostsee

In Mecklenburg-Vorpommern hätten sich die Anlagen des Küstenschutzes an der rund 400 Kilometer langen Außenküste grundsätzlich bewährt, sagte Dezernatsleiter Tiepolt. „Die Dünen haben ihren Zweck erfüllt, nämlich bebaute Gebiete vor Überflutungen zu schützen.“ Die Messungen sollen zeigen, wo akuter Handlungsbedarf besteht. „Wenn die Düne zu schmal geworden ist, wird aufgespült.“

In Zempin waren in der Sturmnacht zum Donnerstag Dünen in einer Tiefe von 10 bis 15 Metern weggebrochen und hatten einen Imbiss teilweise mitgerissen. Die Pegelstände lagen vielerorts zwischen 150 und 170 Zentimetern höher als üblich. In Lübeck wurden sogar 1,79 Meter gemessen. Zur Beseitigung der Schäden an öffentlicher Infrastruktur stockt Mecklenburg-Vorpommern seinen Hilfsfonds auf bis zu 25 Millionen Euro auf. Darauf haben sich SPD und CDU geeinigt, wie die Vorsitzenden beider Landtagsfraktionen in Schwerin mitteilten.

Unterdessen wurden die Küsten Ziel von Schaulustigen. Umweltminister Till Backhaus (SPD) warnte, dass es in den nächsten Tagen und Wochen zu weiteren Abbrüchen und Rutschungen an den Hängen kommen könne. „Naturfreunde bitte ich ausdrücklich darum, einen großen Bogen um die brüchigen Steilufer und Dünenkliffs zu machen.“ Noch seien nicht alle Gefahrenstellen mit Warnschildern versehen, warnte auch der Landrat von Vorpommern-Rügen, Ralf Drescher (CDU).

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