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NWZonline.de Nachrichten Panorama

30 Jahre „zum Blauen Bock“: Hier servierte Heinz Schenk Bembel, Musik und Sketche

15.12.2017

Wiesbaden /Oldenburg 30 Jahre ist es her, dass die letzte Sendung „Zum Blauen Bock“ mit Heinz Schenk zu sehen war. Die Kult-Äppelwoi-Kneipe, in der der mittlerweile verstorbene Showmaster die Größen der Unterhaltungsbranche einst mit Bembel, Musik und Sketchen in unverwechselbarem hessischen Dialekt bewirtete, soll zwar nicht wieder aufleben. Nach seinem letzten Willen wird mit der Heinz-Schenk-Stiftung aber jungen Talenten der Weg in die Unterhaltungsbranche geebnet.

Mit seiner volkstümlichen Sendung hatte Schenk zwischen 1966 und 1987 regelmäßig Millionen Zuschauer vor den Fernseher gelockt. Die Kulisse für die Sendung bildete eine schlichte Schankwirtschaft, in der das hessische Nationalgetränk Apfelwein serviert wurde. Seine Gäste verabschiedete Schenk stets mit dem Bembel, einem dickbauchigen, graublauen Steinkrug, in dem Äppelwoi traditionell ausgeschenkt wird.

Beim „Blauen Bock“ gaben sich die Größen der Unterhaltungsbranche die Klinke in die Hand. Es traten aber nicht nur Hochkaräter aus der Schlager-, Volksmusik- und Opernwelt auf, auch andere Prominente hatten Gastauftritte.

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„Er ist bei seinen Gästen immer super angekommen“, erinnert sich Horst Klemmer, Schenks langjähriger Manager. „Er war ja der ,Spiritus Rector’ (der lenkende Geist), der alles selber schrieb. Das haben auch alle akzeptiert.“ Schenk habe seinen Gästen sogar Tee und Käsebrötchen serviert. „Als sich der Schauspieler Axel von Ambesser darüber einmal wunderte, habe Schenk geantwortet: „Was meinen Sie, wer Sie gleich schminkt?“, berichtet Horst Klemmer. Der Oldenburger war dem Showmaster über 40 Jahre auch freundschaftlich tief verbunden. „Star-Allüren kannte Heinz nicht, dafür hatte er immer einen guten Spruch auf Lager“.

Am 19. Dezember 1987 verabschiedete sich Schenk nach 134 Sendungen aus Altersgründen in den Ruhestand. Er starb 2014 im Alter von 89 Jahren in Wiesbaden. In seinem Testament hatte der kinderlose Entertainer verfügt, dass sein Vermögen über die Stiftung für die Förderung von jungen Unterhaltungskünstlern verwendet werden soll.

Um die Umsetzung kümmert sich Horst Klemmer. Für das Kuratorium der Schenk-Stiftung gewann der Seniorchef der Miss Germany Cooperation eine Reihe namhafter Promis – darunter Schlagerstar Roberto Blanco, die Volksmusiker Judith und Mel oder auch „Let’s-Dance“-Juror Joachim Llambi.

Die Nachwuchskünstler können sich in mehreren Kategorien bewerben, unter anderem Comedy, Gesang, Artistik und Schauspiel. „Wir suchen auch Clowns, weil Heinz Clowns liebte. Sein letztes Lied im „Blauen Bock“ hieß ja auch: ,Ein alter Clown, er geht nach Hause’“, erklärt Horst Klemmer.

Am Ende winkt neben einem Preisgeld auch ein Vertrag mit einem Management. Die erste Tagung der Stiftung habe bereits stattgefunden, bald sollen die Wettbewerbe starten, „ganz im Sinne von Heinz“, so Klemmer.

Christian Ahlers Redakteur / Online-Redaktion
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