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NWZonline.de Nachrichten Panorama

Studie: Jungs fühlen sich wohl im Hotel Mama

06.08.2020

Wiesbaden Mehr als jeder vierte junge Erwachsene wohnt in Deutschland mit 25 Jahren noch bei den Eltern. Dabei bleiben Söhne länger zu Hause als Töchter, wie das Statistische Bundesamt am Mittwoch in Wiesbaden mitteilte. 34 Prozent der 25-jährigen Männer lebten 2019 noch im Elternhaus, bei den Töchtern waren es 21 Prozent. Der Unterschied zwischen den Geschlechtern bleibt auch in höherem Alter bestehen: Mit 30 Jahren wohnten noch 13 Prozent der ledigen Söhne im Elternhaushalt, aber nur fünf Prozent der Töchter. Jugendforscher Klaus Hurrelmann sieht darin einen Beleg, „dass die Emanzipation der Männer ins Stocken geraten ist“.

Frauen selbstständiger

„Junge Frauen erzielen die besseren Bildungsergebnisse. Sie sind agiler im Umgang mit ihren Lebensherausforderungen. Sie sind selbstständiger und selbstbewusster und wollen sich deswegen früher von ihren Eltern lösen“, sagte Hurrelmann. Bei jungen Männer sei eher der gegenteilige Trend zu beobachten: „Sie genießen das Hotel Mama so lange sie können. Das ist angenehm, das ist bequem. Sie wollen in Deckung bleiben, so lange es geht.“ Dass Männer so spät von zu Hause ausziehen, ist für Hurrelmann „auch ein Zeichen von Irritation, dass Frauen so stark sind“.

Kroaten bleiben lange

Wann Kinder ausziehen, ist in Europa sehr unterschiedlich: Besonders früh werden Skandinavier flügge. Mit 17,8 Jahren hatte Schweden 2019 das niedrigste Auszugsalter. Auch in Dänemark (21,1 Jahre) und Finnland (21,8 Jahre) verlassen Kinder das Elternhaus vergleichsweise früh. Anders in den süd- und osteuropäischen Ländern: Am spätesten zogen Kinder mit 31,8 Jahren in Kroatien aus. Danach folgen Slowakei (30,9) und Italien (30,1) und Bulgarien (30,0).

Als Grund nennt das Statistische Bundesamt „unterschiedliche finanzielle und kulturelle Rahmenbedingungen“ in den EU-Ländern. Eurostat sieht zudem einen Zusammenhang mit der Jugendarbeitslosigkeit in den jeweiligen Ländern.

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