WILDESHAUSEN - Seine hochschwangere Frau Sarah Connor beobachtete die dramatische Aktion vom Auto aus. Die Polizei lobt den Einsatz der Helfer.
Von Stefan Idel,
Redaktion Wildeshausen
WILDESHAUSEN - Der Horror-Unfall auf der Bundesstraße 213 bei Wildeshausen (Landkreis Oldenburg) war gestern Gesprächsthema – nicht nur in der Kreisstadt. Ein Mann aus dem Kreis Diepholz hatte bei einem waghalsigen Überholmanöver die Kontrolle über sein Auto verloren. Der BMW flog gegen einen Baum und ging in Flammen auf. Dabei starb ein Mann, ein weiterer wurde schwer verletzt.Was die meisten Wildeshauser nicht wissen konnten: Ihre prominentesten Bürger, die Pop-Sängerin Sarah Connor und ihr Mann Marc Terenzi, waren als Ersthelfer an der Unfallstelle. Mit anderen Beteiligten half Marc Terenzi, den Verletzten zu bergen und zu reanimieren. Das Unfallopfer wird jetzt in einer Bremer Klinik behandelt.
„Ja, es stimmt: Marc Terenzi war vor Ort“, bestätigte seine Sprecherin Sabrina Behrens von der Münchner Agentur ESP auf NWZ -Anfrage. „Aus Rücksicht auf die Angehörigen der Unfallopfer möchte er sich aber nicht näher zu dem Vorfall äußern.“ Beide, Marc Terenzi und seine hochschwangere Frau Sarah Connor, stünden noch unter dem Schock des Ereignisses.
Ein Mann verbrannte qualvoll in dem BMW. Bislang konnte die Wildeshauser Polizei nicht ermitteln, welcher der beiden Männer am Steuer des Unfallwagens saß.
An den Einsatz der Terenzis, die mit ihrem Geländewagen Richtung Delmenhorst unterwegs waren, erinnert sich ein weiterer Helfer. Motorradfahrer Lothar Weber gestern: „Marc Terenzi zögerte nicht lange, sprang vom Beifahrersitz, um mitzuhelfen.“ Gemeinsam mit anderen habe der Sänger die Reanimationsmaßnahmen unterstützt. „Ich habe versucht, einen Feuerlöscher zu besorgen“, erinnert sich der 43-Jährige. Sarah musste die dramatische Aktion vom Auto aus mit ansehen. Mit dem Eintreffen von Polizei und Rettungskräften fuhren die Stars weiter. „Sie wollten wohl keine große Aufmerksamkeit“, so Weber.
Ein Sprecher der Wildeshauser Polizei lobte gegenüber der NWZ den vorbildlichen Einsatz der Ersthelfer. „Herr Terenzi hat das gemacht, was jeder Bürger in so einer Situation tun sollte – helfen und nicht wegsehen.“
