New York - Oscar-Preisträger Woody Allen (78) hat Vorwürfe seiner Adoptivtochter über angeblichen sexuellen Missbrauch als „unwahr und erbärmlich“ zurückweisen lassen. Die 28 Jahre alte Dylan Farrow hatte behauptet, sie sei mit sieben Jahren zum ersten Mal missbraucht worden: „Es verfolgte mich, dass er mit dem, was er mir angetan hatte, davongekommen war.“ Der Schauspieler und Regisseur habe Dylan Farrows offenen Brief in der Online-Ausgabe der „New York Times“ gelesen. Dylan Farrow hatte ihre Missbrauchsvorwürfe in dem am Sonnabend veröffentlichten Brief erneuert.

Die Vorwürfe sind seit über 20 Jahren bekannt, die Staatsanwaltschaft hatte jedoch damals trotz Verdachtsmomenten aus Mangel an Beweisen keine Anklage gegen Allen erhoben. Mittlerweile sei der Fall verjährt, erklärte Staatsanwalt Franc Maco.

Allens Anwalt Elkan Abramowitz machte indirekt Allens ehemalige Lebensgefährtin Mia Farrow dafür verantwortlich, dass der Fall jetzt wieder Wellen schlägt. „Es ist tragisch, dass nach 20 Jahren von einer rachsüchtigen Geliebten eine Geschichte wieder hochgekocht wird, nachdem sie von unabhängigen Behörden vollständig untersucht und zurückgewiesen wurde. Schuld an Dylans Leid sind weder Dylan selbst noch Woody Allen.“

Sie berichtete von einem sexuellen Übergriff, der sich auf dem Dachboden ihres Hauses zugetragen habe.