Braunschweig - Christian Ahlmann ist nicht zu stoppen. Der seit Wochen in beeindruckender Form auftrumpfende Springreiter hat am Sonntag seine eindrucksvolle Siegesserie fortgesetzt und den Großen Preis von Braunschweig gewonnen. „Es läuft im Moment richtig gut“, kommentierte der 41-Jährige aus Marl, der am Vortag bereits das Championat für sich entschieden hatte.
Beim Höhepunkt von Norddeutschlands größtem Hallen-Springreitturnier setzte sich der 41-jährige Profi vor rund 6000 Zuschauern mit dem schnellsten Ritt des Stechens durch. Im Sattel von Colorit ritt Ahlmann deutlich flotter als der ebenfalls fehlerfreie Niederländer Willem Greve mit Carambole und sicherte sich als Prämie ein Auto. Zweitbester deutscher Reiter war Marco Kutscher aus Norden, der mit Carsten im Stechen nicht so riskant ritt und auf Rang fünf kam.
Spannendes Stechen
„Das war richtig schwer“, sagte Ahlmann über das Stechen mit sieben Paaren. Der Doppel-Europameister von 2003 nutzte seine Ausgangsposition als letzter Starter in der entscheidenden Runde. Turnierdirektor Franke Sloothaak neckte den zweifachen Gewinner später: „Und warum hast du am Freitag nichts gewonnen?“ Ahlmann konterte: „Ich habe es versucht, das hat nur keiner gemerkt.“
Der Weltcup-Gesamtsieger von 2011 reitet seit mehreren Monaten in Spitzenform und reiht einen Sieg an den nächsten. Der 41-Jährige hat zuletzt drei Weltcup-Springen sowie den Großen Preis von Basel gewonnen, ehe ihm nun – wie bereits im November in Stuttgart – in Braunschweig ein Doppel-Erfolg in den wichtigsten Prüfungen gelang.
Erfahrenes Pferd
Wie beim Masters-Sieg in Stuttgart ritt Ahlmann auf Colorit, und das bei beiden Siegen. „Er hat einen super Job gemacht“, lobte der Profi seinen Hengst. Das zuvor von David Will gerittene Pferd sei „sehr erfahren und unkompliziert“, lobte Ahlmann.
Für eine gute Platzierung sorgte auch Meredith Michaels-Beerbaum, die beim Fünf-Sterne-Turnier in Wellington zum zweiten Mal bei einem hoch dotierten Springen den zweiten Platz belegte. Die Springreiterin aus Thedinghausen musste sich am Sonnabend im Großen Preis nur dem US-Amerikaner McLain Ward mit seinem Wallach Rothchild geschlagen geben. Michaels-Beerbaum ritt bei dem mit 380 000 Dollar dotierten Springen im Stechen mit Comanche fehlerfrei, aber mehr als eine Sekunde langsamer als Ward.
Springreiter Daniel Deußer hat indes beim Turnier in Offenburg den Großen Preis gewonnen. Der zweimalige deutsche Meister setzte sich am Sonntag in der mit 32 000 Euro dotierten Prüfung auf dem elfjährigen Oldenburger Wallach Toulago durch. Im Stechen zeigte der 34-Jährige den schnellsten fehlerfreien Ritt. Zweiter wurde mit über einer Sekunde Rückstand Johannes Ehning auf Salvador.
