• Jobs
  • Immo
  • Auto
  • Kleinanzeigen
  • Trauer
  • Hochzeit
  • Guide
  • Shop
  • Tickets
  • nordbuzz
  • Fußball
  • Werben
  • Kontakt
 
NWZonline.de Sport Pferdesport

Sandra Auffarth gönnt „Wolle“ Ruhe

09.07.2018

Bergedorf Im Alter von 16 Jahren hat sich das Ausnahmepferd Opgun Louvo (Spitzname „Wolle“) etwas Ruhe verdient. Wie die Vielseitigkeitsreiterin Sandra Auffarth aus Bergedorf (Gemeinde Ganderkesee/Landkreis Oldenburg) mitteilte, wird sie nicht mehr mit ihrem Fuchswallach an Spitzen-Wettbewerben wie Championaten teilnehmen.

Beim CHIO startet das Duo noch

„Wolle ist fit, unsere Starts im polnischen Strzegom und in Sopot liefen gut. Trotzdem möchte ich ihn nicht mehr den Strapazen eines Championates aussetzen. Damit ist auch eine Titelverteidigung auf der bevorstehenden Weltmeisterschaft in Tryon ausgeschlossen“, sagte die 31-jährige Auffarth. Beim CHIO in Aachen (13. bis 22. Juli) wird das Paar jedoch dabei sein. „Wir sind hochmotiviert“, erklärte Auffarth.

Opgun Louvo war im Alter von fünf Jahren zu Auffarth in den Stall gekommen. 2011 feierten die beiden bereits große internationale Erfolge. Bei der Europameisterschaft in Luhmühlen gewann das Paar als Teil der deutschen Equipe Gold in der Mannschaftswertung, zudem holten Auffarth und ihr Fuchswallach Silber in der Einzelwertung. Ein Jahr später ging es noch höher hinaus: Bei den Olympischen Sommerspielen 2012 in London wurden Auffarth und „Wolle“ mit der deutschen Equipe Mannschafts-Olympiasieger. Zudem gewannen die beiden in der Einzelkonkurrenz die Bronzemedaille. Bei den Sommerspielen 2016 in Rio de Janeiro holte das Paar als Teil der deutschen Equipe die Silbermedaille.

Auch bei Weltmeisterschaften brillierten Auffarth und Opgun Louvo. Bei der WM 2014 in Caen (Frankreich) gewannen sie beide Titel – die Reiterin aus der Gemeinde Ganderkesee war plötzlich Doppel-Weltmeisterin.

Bundestrainer Melzer zeigt Verständnis

Der nun angekündigte Rückzug dürfte auch mit mehreren Verletzungen zusammenhängen, unter denen „Wolle“ in der jüngeren Vergangenheit gelitten hatte. Auffarth wird daher nicht bei der WM dabeisein, die vom 11. bis 23. September in Tryon (US-Bundesstaat North Carolina) stattfindet. Zwar verfügt die Vielseitigkeitsreiterin über einige Talente (am Wochenende startete sie mit Gentleman FRH beim Sommerturnier des Ammerländer Reitclubs), keines dieser Pferde erscheint aber stark genug, um bei Championaten schon jetzt die Nachfolge von Opgun Louvo anzutreten.

„Natürlich wäre die WM nochmal ein tolles Highlight für dieses erfolgreiche Paar gewesen“, sagte Bundestrainer Hans Melzer: „Aber ich habe vollstes Verständnis dafür, dass Sandra ihrem langjährigen Erfolgspferd keinen weiteren Championatseinsatz zumuten möchte.“

Hauke Richters
Leitung
Sportredaktion
Tel:
0441 9988 2030

Ihre Meinung über 

Hinweis: Unsere Kommentarfunktion nutzt das Plug-In „DISQUS“ vom Betreiber DISQUS Inc., 717 Market St., San Francisco, CA 94103, USA, die für die Verarbeitung der Kommentare verantwortlich sind. Wir greifen nur bei Nutzerbeschwerden über Verstöße der Netiquette in den Dialog ein, können aber keine personenbezogenen Informationen des Nutzers einsehen oder verarbeiten.