Berlin - Viele Reiter kämpfen mit den finanziellen Auswirkungen der Corona-Krise. Die Einnahmen fallen weg, die hohen Fixkosten für die Turnierställe aber bleiben. „Es trifft uns alle“, sagte die Dressurreiterin Isabell Werth: „Aber einige schwerer. Alle Turnierställe sind davon abhängig, dass Turniere stattfinden.“
Die sechsmalige Dressur-Olympiassiegerin erklärte: „Es gibt keine Preisgelder. Und es werden von den Handelsställen keine Pferde verkauft.“ Pferdeverkauf ist zwar nicht für Werth, aber vor allem bei vielen Springreitern die wichtigste Einnahmequelle. „Drei, vier Monate können wir das aushalten, ohne gleich in die Insolvenz zu gehen“, sagte der Springreiter Ludger Beerbaum zu den Auswirkungen der Corona-Pandemie. Bei einem halben Jahr würde es anders aussehen, erklärte der Betreiber eines Turnier- und Handelsstalls sowie einer Zuchtstation mit insgesamt 44 Mitarbeitern. Er basiert auf Sport, Handel, Veranstaltungen/Lehrgang, Deckstation und Futterverkauf. Die ersten drei Bereiche seien „auf null“, sagte der Springreiter. Zucht und Futter laufen noch, können aber die anderen Bereiche nicht quersubventionieren. Dann müsse er über Sparmaßnahmen nachdenken.
