BREMEN - Toni Haßmann gewann beim Pferdesportfestival in Bremen am Freitagabend einen der anspruchsvollsten Wettbewerbe des Tages. Im Sattel der Stute Queen Lisa legte der dreifache Derbysieger aus dem westfälischen Lienen bereits im Umlauf dieses S-Springens die Grundlage für seinen Sieg und qualifizierte sich mit einer Nullrunde fürs Stechen.

In diesem gab er Gas. Mit null Fehlern ritt Haßmann in 36,76 Sekunden seiner Konkurrenz davon. Platz zwei ging an Ellen Whitaker (Großbritannien) mit Ocolada (0/37,60), und auf Rang drei folgte der Ire Denis Lynch mit Abberuail (0/38,54). Bester Oldenburger war Mario Stevens aus Molbergen (Kreis Cloppenburg). Er musste im Stechen aufgeben und belegte den 14. Rang.

In der neuen Serie für junge Springreiter unter 25 Jahren stand die zweite Wertungsprüfung auf dem Programm. Hier zeigten insbesondere die Oldenburger Teilnehmer ihre Klasse. Bester hiesiger Reiter war Hendrik Sosath vom RFV Stedinger Sturmvogel. Der Sohn von Altmeister Gerd Sosath schaffte mit Quality eine Nullrunde und sicherte sich Rang drei.

Auch Denise Ahrens-Menke (TG Oldenburger Pferdewoche) machte positiv auf sich aufmerksam. Die junge Amazone sicherte sich mit Creme de la Creme den sechsten Platz. Dritter im Bunde war der Visbeker Patrick Döller auf Platz acht.

Im Dressurviereck startete Sander Marijnissen durch. Nachdem er bereits am Donnerstag den Grand Prix gewonnen hatte, tanzte der Niederländer mit seinem Pferd Moedwil auch in der Kür zum Sieg. Er gewann deutlich mit 74,25 Prozent. Platz zwei ging an den Schweden Patrik Kittel (71,50) und Rang drei belegte die fünfmalige Olympiasiegerin Isabell Werth (70,85), die ihr Nachwuchspferd First Class gesattelt hatte.

Höhepunkt in Bremen ist an diesem Sonnabend (15 Uhr/NDR) der Nationenpreis, zugleich erste Wertungsprüfung der Euroclassics-Einzelwertung. Am Sonntag (13.45 Uhr/NDR) steht der Große Preis an.