Lyon - Die deutschen Springreiter haben am späten Freitagabend das Weltcup-Finale in Lyon mit starken Runden begonnen und sich bei der ersten von drei Prüfungen gute Ausgangspositionen erarbeitet. „Das lässt uns für die nächsten Tage hoffen“, kommentierte Bundestrainer Otto Becker. Vier Reiter unter den besten Zehn „kann sich sehen lassen“, sagte er.
Einen starken Auftakt lieferte vor allem Ludger Beerbaum, der schon als Fünfter der 40 Reiter in den Parcours musste. Mit seinem Hengst Chaman (65,54 Sekunden) zeigte er eine schnelle und fehlerfreie Runde. „Das war schon ein bisschen angegriffen“, kommentierte der 50-Jährige aus Riesenbeck, der nach verpasster Qualifikation nur als Reservereiter ins Feld rutschte und nun Dritter ist. Es führt Pius Schwizer (Schweiz) mit Quidam du Vivier (63,37) vor Patrice Delaveau (Frankreich) mit Lacrimoso (63,67).
Gut war auch der Ritt von Christian Ahlmann. Der 39-Jährige aus Marl blieb mit Aragon (67,65) ohne Abwurf und kam auf Rang neun. „Ich bin nicht das letzte Risiko geritten“, sagte Ahlmann: „Ich wollte einen guten Start und bin jetzt gut zufrieden.“
Das galt ebenso für Daniel Deußer. Der in Belgien lebende deutsche Meister ritt mit Cornet D’Amour (66,69) makellos und rangiert als zweitbester deutscher Reiter an sechster Stelle. Marcus Ehning blieb mit Cornado (68,13) ebenfalls ohne Strafpunkt und kam auf Platz zehn.
Nicht ganz geglückt war der Ritt von Lars Nieberg. Der 50-Jährige aus Sendenhorst kassierte mit Leonie (77,07) einen Abwurf in der dreifachen Kombination und war zudem zu langsam. „Sie ist von Natur aus nicht so schnell“, sagte Nieberg, der zunächst einmal 30. ist.
An diesem Sonnabend beginnt die Dressur. Erwartet wird ein Duell zwischen Titelverteidigerin Helen Langehanenberg aus Billerbeck mit Damon Hill und der Olympiasiegerin Charlotte Dujardin mit Valegro. Die Britin hatte die direkte Qualifikation verpasst und startet dank einer Wildcard. Neben Langehanenberg nehmen zwei weitere deutsche Reiterinnen teil: die zweimalige Weltcup-Siegerin Isabell Werth (Rheinberg) und Jessica von Bredow-Werndl (Tuntenhausen).
