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Laster umgekippt – Sperrung der A1
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Aktualisiert vor 7 Minuten.

Unfall Bei Vechta
Laster umgekippt – Sperrung der A1

NWZonline.de Sport Pferdesport

Kristina Bröring-Sprehe erfüllt sich ihren Traum

16.08.2016

Rio De Janeiro /Dinklage Kristina Bröring-Sprehe atmete durch und nahm erst einmal einen tiefen Schluck aus der Wasserflasche. Die über 30 Grad im brasilianischen Deodoro hatten der Dressurreiterin aus Dinklage (Kreis Vechta) den Schweiß auf die Stirn getrieben, das Warten nach ihrer Kür auf die Wertungsnoten sorgte für zusätzliche Anspannung.

Als die 87,142 Prozentpunkte auf der Anzeigetafel erschienen, fiel alle Anspannung von den Schultern der 29-Jährigen. Mit ihrem nachtschwarzen Hengst Desperados reichte es am Ende hinter Charlotte Dujardin (Großbritannien) auf Wunderpferd Valegro mit überragenden 93,857 Prozentpunkten und Isabell Werth auf der Oldenburger Stute Weihegold (89,071) für Bröring-Sprehe zu Bronze – ihre erste Einzelmedaille bei Olympischen Spielen. Am Freitag hatte Bröring-Sprehe bereits Gold mit dem deutschen Team gewonnen.

„Mein Traum war eine Einzelmedaille – und dieser Traum ist in Erfüllung gegangen. Ich bin sehr zufrieden“, sagte Bröring-Sprehe, die vor vier Jahren in London noch ohne Edelmetall im Einzel geblieben war. Es sei dieses Mal im Viereck sehr warm gewesen, das habe sie auch ihrem Hengst angemerkt: „Die Luft war etwas raus, Desperados ist müde nach diesen langen Tagen.“ Der 14-Jährige habe „noch einmal alles getan, aber ich habe gemerkt, dass es wirklich sehr dicht für ihn war heute. Er ist ein bisschen aus dem Rhythmus gekommen. Das Ergebnis ist deshalb für uns aller Ehren wert“.

Rundum glücklich war indes Isabell Werth. „Ich bin einfach super-happy“, kommentierte die 47-Jährige aus Rheinberg: „Das war das Optimum, was ich herausholen konnte.“ Favoritin Dujardin sei nicht zu schlagen gewesen: „Als ich Charlottes Wertung gesehen habe, wusste ich, dass es kein weiteres Weltwunder für mich geben wird.“

So lief der zehnte Tag in Rio

Bereits seit dem Mannschafts-Gold ist Werth die erfolgreichste Reiterin in der Geschichte des olympischen Pferdesports (zehn Medaillen). Nun erweiterte sie ihre imposante Sammlung an Edelmetall. „Jede Medaille hat ihre eigene Geschichte“, betonte Werth.

Der Erfolg ist besonders erstaunlich, weil Weihegold nicht ihre erste Wahl für Rio war. Ihre Favoritin Bella Rose fiel ebenso aus wie Don Johnson. Deshalb nahm Werth die elfjährige Stute aus Oldenburger Zucht mit. Weihegold hatte sein Talent erst im November vergangenen Jahres beim Agravis-Cup in Oldenburg gezeigt, war damals aber noch von Beatrice Buchwald geritten worden. Werth war „nur“ als Trainerin des Paares in Oldenburg dabei.

Tränenüberströmt nahm derweil Dujardin in den Interviews Abschied von ihrem Valegro. Das Pferd wird aller Voraussicht nach in Rente gehen, schon in Rio war klar, dass es die Genialität seiner frühen Jahre nur noch mit viel Mühe und Anstrengung ein letztes Mal erreicht hat. „Das ist einfach unglaublich“, sagte Dujardin, die bereits 2012 in London Gold auf Valegro gewonnen hatte.

Lars Blancke
Redakteur
Sportredaktion
Tel:
0441 9988 2033

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