DOHA - Spring- reiter Marco Kutscher (Riesenbeck) hat zum Auftakt der olympischen Freiluft-Saison groß Kasse gemacht. Der 36-jährige gebürtige Norder ritt in Doha knapp am Sieg im ersten Springen der Millionenserie Global Champions Tour (GCT) vorbei. Mit seinem Hengst Cornet Obolensky blieb der dreimalige Europameister im Stechen fehlerfrei in 41,24 Sekunden und landete damit auf Platz zwei. Nur die Australierin Edwina Tops-Alexander mit Cevo Itot du Château war um 0,25 Sekunden schneller. Immerhin durfte Kutscher 90 000 Euro Preisgeld mitnehmen.

„Es war ein gutes Stechen, und ich freue mich wirklich über den zweiten Platz. Ich bin glücklich, dass mein Pferd in so guter Form ist“, sagte er. Mit Cornet Obolensky, mit dem er schon bei den Olympischen Spielen 2008 in Hongkong war, will Kutscher auch bei Olympia in London dabei sein.

Den dicksten Batzen des Preisgeldes von insgesamt 450 000 Euro sicherte sich in Doha Tops-Alexander. Die Ehefrau des Tour-Organisators und -Gründers Jan Tops durfte sich diesmal über 148  500 Euro freuen.

Insgesamt schafften die deutschen Reiter ein gutes Mannschaftsergebnis. Neben Kutscher unter die ersten Sieben kamen Marcus Ehning aus Borken (sechster Platz) und Christian Ahlmann aus Marl (siebter Platz). In der ersten Runde scheiterte der viermalige Olympiasieger Ludger Beerbaum (Riesenbeck) mit Gotha.