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NWZonline.de Sport Pferdesport

Dressur-Trainer gibt international Nachhilfe

13.11.2015

Oldenburg Das Abo der deutschen Équipe auf die Goldmedaille ist Geschichte. „Dadurch hat die Dressur jedoch an Spannung gewonnen“, meint Jan Bemelmans. Dass die Weltspitze enger zusammenrückte, ist auch sein Verdienst. Denn der 66-jährige Trainer gibt seit 15 Jahren im Ausland Nachhilfe.

Nachdem er zunächst die Spanier lange betreut hat und mit ihnen – 2004 in Athen – die ersten olympischen Dressur-Medaillen gewann, führt er seit drei Jahren bei den Franzosen Regie. Mit Erfolg: Erstmals qualifizierte sich die Équipe für ein olympisches Turnier und wird im Sommer 2016 in Rio starten.

An diesem Wochenende macht der Reitmeister aus Krefeld erst einmal Station in Oldenburg. Beim Agravis-Cup in der großen EWE-Arena greift er zum Mikrofon und kommentiert am Sonntag für die Mitglieder der Deutschen Reiterlichen Vereinigung in Weser-Ems den Grand Prix Special. Über Funkempfänger können sie auf der Tribüne die Reportage live verfolgen.

„Ich liebe die Dressur“, schwärmt der gebürtige Belgier, der seit 1984 die deutsche Staatsangehörigkeit besitzt: „Der Reiter muss im Umgang mit dem Pferd eine Sprache entwickeln und versuchen, eine Harmonie herzustellen. Die Dressur ist wie eine Oper.“ Zudem vermittle sie die Grundlagen des Reitsports, da dort alle natürlichen Gangarten des Pferdes abgerufen werden, betont Bemelmans.

Als Reiter gehörte er bis in die 1990er-Jahre dem deutschen A-Kader an, gemeinsam mit Dressur-Idolen wie Reiner Klimke und Nicole Uphoff. Das waren die Zeiten, in denen Deutschland die Championate dominierte und die Konkurrenz distanzierte. „Aber die anderen haben aufgeholt“, sagt Bemelmans und nennt vor allem Europameister Niederlande und Olympiasieger Großbritannien. „Die deutschen Trainer haben ihr Wissen im Ausland weitergegeben, ein weiterer Grund ist die Pferdezucht“, erläutert er.

Die Mentalitätsunterschiede zwischen Süd- und den bisher erfolgreicheren Mitteleuropäern hält er für nicht so ausschlaggebend: „Ich habe ja mit den Spaniern bewiesen, dass es geht.“ Ohnehin, so Bemelmans, hänge der Erfolg hauptsächlich von den Pferden ab. Dass immer höhere Summen gezahlt werden – Beispiel Hengst Totilas, der vor fünf Jahren für angeblich zehn Millionen Euro den Besitzer wechselte, dann aber mit Reiter Matthias Rath nicht mehr an alte Glanzzeiten anknüpfte – hält er nicht für schädlich. „Der Kauf war eine Sensation und hat der Dressur eine Menge Aufmerksamkeit verschafft“, meint Bemelmans. Verbiegen lassen dürfe sich die traditionsreiche Disziplin aber nicht. Spannende Wettkämpfe erwartet der Experte auch bei Olympia 2016 in Brasilien: „Deutschland, Niederlande, Großbritannien – alle haben Goldchancen.“

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