Rastede - Dana Hancke war eine der ersten am Dienstag, die eine Schleife überreicht bekam. Auf den Pferden Fanny Hill und Shadow’s Dream holte sich die Sportlerin des RURV Rastede in der Dressurprüfung der Klasse L** für junge und erfahrenere Reiter einen Doppelsieg. Das Besondere: Hancke ritt auf dem Dressurplatz eins im Wald des Rasteder Schlossparks.
Denn erst im vergangenen Jahr hatten die Organisatoren des Landesturniers den ersten Dressurplatz ins Zentrum der Anlage verlegt. Nun haben sie den Schritt zurück gemacht. Die Wettbewerbe auf Dressurplatz eins finden wieder im Wald statt. Dort, wo die Pferde mehr Ruhe haben. Dressurplatz zwei liegt nach wie vor im Zentrum der Anlage.
„Wir haben sehr gemischte Reaktionen im vergangenen Jahr erhalten. Etwa die Hälfte der Reiter fand die Dressur im Zentrum sehr gut. Es gab aber auch kritische Stimmen, die bemängelt haben, dass die Pferde in der Mitte der Anlage durch den Trubel zu sehr abgelenkt wurden“, erklärt Michael George, Präsident des Oldenburger Reiterverbandes.
Hauptverantwortlich für die „Rolle rückwärts“ seien die vielen Kutschen, die bei der 67. Auflage in Rastede fahren. 73 Gespanne hatten sich vor dem Landesturnier angemeldet – so viele wie nie zuvor. Erstmals gibt es ein Einspänner-Championat der Klasse S, eine dreiteilige Prüfung der schwersten Kategorie. Hinzu kommen die Zweispänner (Pony und Pferde) und Vierspänner. „Diese vielen Kutschen benötigen einigen Platz zum Abfahren. Damit es nicht zu chaotisch wird, haben wir im Sinne der Reiter die Dressur wieder in den Wald verlegt“, sagt George.
