Neumünster/Hongkong - Der Weltmeister war zu schnell für die deutschen Springreiter. Jeroen Dubbeldam hat souverän den Großen Preis von Neumünster gewonnen. Der Reiter aus den Niederlanden siegte im Sattel von Zenith mit dem schnellsten Ritt des Stechens. In 35,87 Sekunden war Dubbeldam mit seinem Wallach deutlich schneller als Christian Ahlmann aus Marl mit Codex One (0/36,62).

Beim Höhepunkt des viertägigen Turniers sicherte sich Janne Friederike Meyer Platz drei. Die Reiterin aus Schenefeld war mit Goja (36,60) flotter als Ahlmann unterwegs, kassierte aber vier Strafpunkte. Das Hauptspringen des Vortages hatte Felix Haßmann (Lienen) mit Cayenne vor Maurice Tebbel (Emsbüren) mit Sansibar gewonnen.

In der Dressur gab es einen deutschen Dreifacherfolg. Fabienne Lütkemeier schob sich mit Platz zwei auf Rang zwei des Weltcup-Rankings. Die Team-Weltmeisterin aus Paderborn erhielt für ihre Kür im Sattel von D’Agostino 80,775 Prozentpunkte und musste sich nur Ulla Salzgeber geschlagen geben. Die Reiterin aus Blonhofen gewann mit Herzruf’s Erbe (82,775). Dritte wurde Isabell Werth (Rheinberg) mit El Santo (81,000) vor Hans Peter Minderhoud (Niederlande) mit Flirt (79,825).

Beim höher dotierten Turnier in Hongkong gab es für die deutschen Teilnehmer keine vorderen Platzierungen. Marco Kutscher belegte trotz der besten Zeit beim Großen Preis nur Rang acht. Der Springreiter aus Bad Essen verpasste den Sieg bei der mit 700 000 Dollar dotierten Prüfung wegen eines Abwurfs mit Cornet’s Cristallo. Den Sieg sicherte sich der britische Routinier John Whitaker mit Argento, der in der entscheidenden Runde ohne Strafpunkte blieb. In 42,54 Sekunden setzte der 59-Jährige sich klar vor dem Vorjahressieger Henrik von Eckermann (Schweden) mit Gotha (43,28) durch.