Frankfurt/London - Reichlich Weihnachtsgeld für Springreiter Gert-Jan Bruggink: Der erfolgsverwöhnte Niederländer gewann am Sonntag beim Frankfurter Turnier den Großen Preis mit Primeval Dejavue und kassierte fast 19 000 Euro. Nur 0,03 Sekunden langsamer ritt Marcus Ehning aus Borken mit Sabrina auf Platz Zwei. Rang drei ging an den Niederländer Jeroen Dubbeldam mit Zenith. Bruggink war der erfolgreichste Springreiter des Turniers. Der 32-Jährige gewann mit Vampire ein internationales Springen, in zwei weiteren Prüfungen wurde er mit ihm und Primeval Dejavu Zweiter und Dritter.
Aber auch die deutschen Springreiter waren bei dem von etwa 44 000 Zuschauern besuchten Turnier top. So gewann Holger Wulschner aus Groß Viegeln ein internationales Springen mit Fine Lady. „Sie hat einen sehr starken Charakter und Vorwärtsdrang. In meinem Alter ist es gut, wenn man nicht mehr so viel treiben muss“, meinte der 50-Jährige. Der Sieg im Championat von Frankfurt ging an Katrin Eckermann aus Münster mit Carlson.
Am letzten Wochenende vor Weihnachten war auch für Dressur-Ass Isabell Werth schon Bescherung. „Das ist das schönste Weihnachtsgeschenk“, sagte die 44-Jährige nach ihrem Sieg im Grand Prix Special. Sie hatte Bella Rose geritten, die Stute ist erst neun Jahre alt und hätte noch in die Nachwuchsprüfungen gehen können. Am Ende standen über 78 Prozent auf der Anzeigetafel. Einer der Richter hatte ihr sogar mehr als 80 Prozent gegeben – und das völlig zurecht, meinte die fünfmalige Olympiasiegerin.
Mit deutlichem Abstand Zweite in dieser Prüfung wurde Nadine Husenbeth (Sottrum) auf Florida, gefolgt von Thomas Wagner (Bad Homburg) mit Very Keen. Die Grand-Prix-Kür gewann die italienische Vorzeigereiterin Valentina Truppa mit ihrem bewährten Pferd Eremo Del Castegno sehr überlegen mit fast 80 Prozent. Zweite wurde die Schweizerin Marcela Krinke-Susmelj mit Smeyers Lazander, Dritte die 26-jährige B-Kader-Reiterin Jenny Lang aus Karlsruhe mit Loverboy.
Beim Weltcup-Springen in London hat derweil Lars Nieberg aus Münster als bester deutscher Reiter den fünften Platz belegt. Mit seinem Pferd Leonie blieb der 50-Jährige im Stechen in 38,57 Sekunden fehlerfrei. Der Sieg ging an den Niederländer Maikel van der Vleuten mit Sapphire B (0/37,07). Max Kühner aus Starnberg belegte als zweitbester Deutscher mit Clintop den neunten Platz (4/37,26).
