Reiten lernt man nur durch Reiten“ – dieser Tatsache verdanke ich einen relativ relaxten Tag in Rastede. Mein Sohn Hendrik und unser Bereiter Sebastian Heller haben unsere jungen Pferde in den Einlaufprüfungen zum Bundeschampionat vorgestellt. Die Pferde haben sich mit mir zwar schon vorher qualifiziert, aber Hendrik soll langsam aber sicher in meine Fußstapfen treten. Er macht derzeit eine Ausbildung zum Pferdewirt im Stall Brinkmann in Herford und ist nur am Wochenende zu Hause. Gerade vor diesem Hintergrund war ich mit seinen Leistungen zufrieden.

Ich durfte mir das ganze in kurzen Hosen und T-Shirt in zivil ansehen. Damit zog ich nicht nur die Blicke meiner Reiterkollegen auf mich, sondern konnte auch die tropischen Temperaturen in vollen Zügen genießen – und das große Eis mit Früchten schmeckte besonders gut. Es war ein ganz neues Rastede-Gefühl. Aber ab heute ist es mit dem ruhigen Leben vorbei.

Den letzten Schliff haben Hendrik und ich uns am Montag bei Sören Pedersen in Wildeshausen geholt. Mit insgesamt zwölf Pferden haben wir trainiert. Der Junge hat wirklich etwas drauf und ist maßgeblich an unseren jüngsten Erfolgen beteiligt. Da ist man nach knapp vier Stunden schon platt, und auch die Pferde waren froh, als wir wieder im Lemwerder ankamen. Wie heißt es doch so schön: Ohne Fleiß kein Preis. Da tat anschließend das kühle Bad in unserem Schwimmteich wirklich gut. Es ist übrigens ein toller Ausgleich. Ich schwimme bei jedem Wetter morgens und abends.

Richtig stolz war ich auf meinen niederländischen Freund Bart Bles, der den Hengst Lord Sandro vorstellte. Der Vererber gehört uns zusammen, und mit der Note 8,0 gab es einen sechsten Platz. Bart hat die 260 Kilometer lange Strecke nur für einen Start auf sich genommen. Daran lässt sich zweifellos der hohe Stellenwert des Oldenburger Landesturniers erkennen – auch über die deutschen Grenzen hinaus.