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NWZonline.de Sport Pferdesport

Vielseitigkeit: Ende im Gelände: Auffarth patzt erneut

09.08.2016

Rio De Janeiro /Ganderkesee Rund drei Stunden nach ihrem Geländeritt erhielt Sandra Auffarth am Montag eine gute Nachricht. Die Jury, die die Vielseitigkeits-Wettbewerbe in Rio de Janeiro bewertet, nahm eine angebliche Verweigerung von Auffarths Pferd Opgun Louvo zurück und erließ dem Duo damit 20 Strafpunkte.

Die Stimmung der Reiterin besserte das aber nur ein wenig. Denn durch eine weitere Verweigerung hatten Auffarth und Opgun Louvo reichlich Fehlerpunkte gesammelt, so dass das Duo in der Gesamtwertung als 20. weit zurückliegt und vor dem Springen an diesem Dienstag (15 Uhr Mannschaft; 19 Uhr Einzel) keine Chance mehr auf eine Einzelmedaille hat. Schon in der Dressur am Sonnabend hatte Opgun Louvo ungewohnte Schwächen gezeigt. Vor vier Jahren in London hatte das Duo noch Bronze im Einzel gewonnen.

„Ich bin fassungslos“, sagte Auffarth. Das sei „sehr, sehr blöd für meine Mannschaftskameraden“.

Doch die Enttäuschung war nicht nur bei der Reiterin selbst riesig. In Auffarths Heimatort Bergedorf (Gemeinde Ganderkesee/Landkreis Oldenburg) hatten sich rund 80 Fans zum Public Viewing im Dorfgemeinschaftshaus getroffen. Freunde, Bekannte und Vereinskollegen drückten dort ebenso die Daumen wie ihr Vater Karl-Heinz Auffarth. Allerdings bekam die verhalten-euphorische Stimmung schon früh einen Dämpfer. Ein langgezogenes „Oooooh“ raunte durch den Raum, als die 29-Jährige am ersten Wasserhindernis patzte. Beim zweiten gravierenden Fehler, der später nicht mehr als Verweigerung gewertet wurde, konnten viele nicht mehr hinsehen und vergruben ihr Gesicht in den Händen.

„Wir dachten immer, Sandra ist ein Mensch ohne Nerven. Wenn sie auf dem Pferd sitzt, wirkt sie immer so ruhig und entspannt“, sagte Vereinskameradin Alexandra Körner, bezeichnete Auffarth aber im gleichen Atemzug als „Sportlerin der Extraklasse“.

In der Teamwertung liegt die deutsche Equipe, Olympiasieger von 2012, auf Rang vier hinter Australien, Neuseeland und Frankreich. Vom Bronzeplatz trennen das Team von Bundestrainer Hans Melzer elf Punkte, das entspricht drei Springfehlern. Zu Gold sind es 22 Punkte oder sechs Springfehler, im Normalfall ist ein solch großer Rückstand nicht aufholbar.

Im Einzel hat dagegen Michael Jung (Horb) auf Sam nach einer starken Vorstellung im Gelände nun als Zweiter noch die Chance auf Gold. Noch schlimmer als Auffarth erging es dagegen Julia Krajewski (Warendorf). Ihr Pferd Samourai du Thot verweigerte im Geländeritt sogar dreimal, das Duo wurde damit disqualifiziert.

Karoline Schulz Redakteurin, Agentur Schelling / Redaktion Ganderkesee
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