GANDERKESEE - Der Argentinier Adolfo Pacheco hat beim Pfingstturnier in Ganderkesee Geschichte geschrieben. Der Springreiter vom RFV Schwagsdorf beherrschte die beiden Springprüfungen der schweren Klasse und avancierte zum besten Reiter der viertägigen Großveranstaltung. Bereits am Sonnabend war er mit seinem Pferd Allround mit mehr als zwei Sekunden Vorsprung und ohne Fehler zum Sieg geritten.
Pacheco, der bereits lange Jahre in Deutschland lebt, pilotierte neben Allround auch sein zweites Pferd Optik in die finale Runde. Darüber hinaus qualifizierte sich seine Frau Imke für die Finalrunde. Mit Optik musste er einen Abwurf verbuchen und belegte Rang acht. Zu diesem Zeitpunkt hatte der Niederländer Gerald Geesink mit einem Husarenritt mit null Fehlern fehlerfrei in 45,05 Sekunden die Führung übernommen. Doch dann drehte Pacheco auf, nahm dem Führenden Niederländer auf der langen Galoppstrecke drei Sekunden ab und durchquerte die Ziellinie fehlerfrei in 42,68 Sekunden.
Das Publikum war begeistert. Doch damit nicht genug, denn auch Imke Pacheco blieb null und belegte mit ihrem Pferd Little Lady den fünften Platz. Zweiter wurde Geesink und auf Rang drei folgte der Belgier Jan Swennen mit Calimero (0/45,97). Bester Oldenburger Reiter war Patrick Döller vom RV Visbek an vierter Stelle.
Auch im Dressurviereck bildete eine Prüfung der Klasse S den Höhepunkt. Hier gab es ein echtes Wimpernschlagfinale zwischen Bernhard Fischer vom RFV Lastrup und Anja Engelbart vom RV Oldenburger Münsterland. Fischer hatte Connection gesattelt und absolvierte Lektion für Lektion fehlerfrei. Kombiniert mit viel Ausstrahlung sicherte er sich mit 807 Zählern knapp den Sieg. Engelbart folgte mit ihrem Amicelli mit 805 Zählern an zweiter Stelle. Rang drei belegte Claudia Schröder vom RV Wildeshausen (801).
Die Veranstaltung in Ganderkesee machte erneut ihrem Ruf als eines der hochklassigsten Reitturniere im Bereich des Oldenburger Reiterverbandes alle Ehre. Mit 600 Reitern, 1300 Pferden und 2400 Starts war das Programm prall gefüllt. Weit über 1000 Zuschauer beim Großen Preis sorgten für den passenden Rahmen.
