Oldenburg - Fest in niederländischer Hand waren in diesem Jahr die Internationalen Oldenburger Pferdetage. Zumindest was die wichtigsten Titel und Preise betraf, denn sie gingen an die Reiter aus dem Nachbarland.

Beim Großen Preis der Springreiter stand am Sonntag zum Abschluss Gert-Jan Bruggink aus Weerselo ganz oben auf dem Treppchen. Den Grand Prix Special in der Dressur sicherte sich tags zuvor die Rotterdamerin Danielle Heijkoop. Beide gewannen zudem noch weitere Wettkämpfe.

Die Reiter aus Weser-Ems standen dieses Mal nicht ganz so im Rampenlicht, wenngleich sie in der großen EWE-Arena dennoch überzeugten. So verbuchte Maurice Tebbel aus Emsbüren mit Rang sechs einen Achtungserfolg im Großen Preis. Mario Stevens haderte zwar zunächst etwas mit seinem Fehler am Ende der Dreifach-Kombination, der ihn das Stechen kostete, zog aber dennoch eine positive Bilanz. „Man kann nicht immer vorne sein“, kommentierte der 31-Jährige und bescheinigte dem Turnier in neuer Halle „sehr viel Zukunft“. Bei der Premiere in der neuen Arena kamen laut Turnierchef Kaspar Funke an drei Tagen rund 22 000 Zuschauer.

Neben Tebbel und Stevens fuhren auch andere Reiter aus dem Nordwesten respektable Ergebnisse ein. Guido Klatte Junior aus Lastrup zum Beispiel siegte bei der Springprüfung der Mittleren Tour und belegte Rang zwei in der Gruppenspringprüfung um den Preis der Oldenburger Wirtschaft. Im selben Wettbewerb wurde Jan Sprehe (Cloppenburg) Dritter.

Die nationale Dressurprüfung entschied die Ahlhornerin Anna-Lisa Theile für sich, während Laura Voigt aus Ganderkesee einen zweiten (mit Pferd Lasko) und einen vierten (Ashley) Platz im Escon Spring Club (Medium Tour) belegte. Das Rasteder Talent Piet Menke zeigte seine Klasse in der nationalen Springprüfung (M**) mit einem Null-Fehlerritt und Platz zwei, Leonie-Celine Böckmann (Lastrup) wurde Fünfte, Laura Voigt Sechste.

Saskia Kobe aus Höven sicherte sich zudem einen zweiten Platz in der nationalen Springprüfung (M*). Die Kür-Dressur für Vereinsmannschaften ging an Seriensieger RV Höven. In diesem Wettbewerb waren aber auch keine Niederländer am Start . . .