Oldenburg - Wenn an diesem Freitag die Internationalen Oldenburger Pferdetage (8. bis 10. November) starten, feiert selbst eine etablierte Traditionsveranstaltung noch einmal Premiere. Denn das Turnier wandert von der alten Weser-Ems-Halle in die im April eröffnete große EWE-Arena und kommt dieses Mal so kompakt wie noch nie zuvor daher.

Aus finanziellen und organisatorischen Gründen kämpfen die rund 200 Reiter in 24 Prüfungen erstmals an nur drei Tagen um Titel und Preisgelder in einer Gesamtdotierung von 135 000 Euro. Das aber auf gewohnt hohem, wenn nicht höherem Niveau als sonst, versichert Turnierchef Kaspar Funke und spricht vom „Schritt in die Zukunft“. Dabei hofft er nach eigenem Bekunden, an den drei Tagen die „Schallmauer“ von 20.000 Zuschauern zu durchbrechen.

Um Punkt 8 Uhr ertönt an diesem Freitag der Gong und läutet den ersten Wettbewerb ein: eine S-Dressur der Kategorie Prix St. George. Das erste hochkarätige S-Springen folgt um 12 Uhr um den Preis der Nordwest-Zeitung, ehe die Dressurreiter ab 14.45 Uhr beim Grand Prix durchs Viereck traben und galoppieren.

Am Abend dürfte es dann auf den Tribünen laut werden, wenn ab 18.10 Uhr zwölf Vereine aus der Region um den begehrten Titel in der Mannschaftsdressur konkurrieren und von ihren Fans angefeuert werden. „Dieser Wettbewerb erfährt in jedem Jahr hohen Publikumszuspruch mit viel Enthusiasmus und ist für alle ein großes Erlebnis“, wirbt Funke.

Danach gibt es nur eine kurze Verschnaufpause: Ab 20.30 Uhr wird dann das erste von drei Weltranglistenspringen in Oldenburg ausgetragen – eine internationale Springprüfung mit Stechen.

Sportlicher Höhepunkt am Sonnabend ist der Grand Prix Spezial (12.45 Uhr) der Dressurreiter. „Wer hier gewinnen will, wird Wertnoten von deutlich über 70 Prozent erreichen müssen“, sagt Funke mit Blick auf das prominent besetzte Teilnehmerfeld.

Unter anderem starten Dorothee Schneider, die mit der deutschen Equipe 2012 in London Olympia-Silber gewann. Auch die US-Amerikanerin Lisa Wilcox (früher Cappeln) hat gemeldet. Ebenso reitet die Vize-Mannschaftseuropameister Christoph Koschel mit um den Sieg.

Sport und Show werden dann wie gewohnt bei der Gala am späten Sonnabend (ab 21.45 Uhr) geboten. Abschluss und Höhepunkt bildet am Sonntag traditionell der Große Preis mit Stechen (15 Uhr). Titelverteidiger Holger Hetzel (Goch) sieht sich dabei starker regionaler, nationaler und internationaler Konkurrenz ausgesetzt, die ihm den Preis streitig machen will.

Alle Start- und Ergebnislisten der Oldenburger Pferdetage