HAMBURG - Zwei Springreiter aus Mecklenburg-Vorpommern haben das 78. Deutsche Spring-Derby unter sich ausgemacht. Der 32-jährige Andre Thieme aus Plau am See setzte sich am Sonntag in Hamburg bei dem traditionsreichen Turnier im Sattel von Nacorde im Stechen vor Thomas Kleis aus Gadebusch mit Zetor durch. Auf Platz drei kam der Brite Richard Robinson mit Olli-Pop. Toni Haßmann (Lienen), der in den vergangenen drei Jahren das Derby gewonnen hatte, kam mit Collin auf Platz sieben.
Paul Schockemöhle war ein guter Prophet. „Pass auf die Mecklenburger Reiter auf“, hatte der Organisator des Derbys gesagt – und Recht behalten. Thieme gewann mit dem zwölfjährigen Wallach Nacorde, mit dem er schon im vorigen Jahr Zweiter gewesen war, in 49,89 Sekunden vor Kleis mit Zetor (51,34). „Ich habe heute morgen schon gemerkt, dass mein Pferd topfit ist“, schwärmte Thieme, der noch nie ein solch bedeutendes Springen gewonnen hat. Zugleich war es der größte Triumph der in den letzten Jahren immer stärker gewordenen Mecklenburger Springreiter seit dem Sieg ihres Landsmannes Holger Wulschner vor sieben Jahren.
In der Dressur hatte Ellen Schulten-Baumer die Favoritinnen abgehängt und überraschend das 47. Derby gewonnen. Die 28-Jährige aus Rheinberg setzte sich in Hamburg beim Finale der besten drei Starterinnen mit Pferdewechsel vor der zweimaligen Derbysiegerin Heike Kemmer (Winsen/Aller) und Kristy Oatley (Australien) durch.
