Hamburg - Die ausländischen Springreiter haben die erste Qualifikation zum 89. deutschen Derby in Hamburg dominiert, die Vertreter aus dem Nordwesten aber ein kräftiges Ausrufezeichen hinterlassen. Der Ire Dermott Lennon setzte sich in der mit 24 700 Euro dotierten Prüfung mit Gelvins Touch durch. Auf seinem Hengst zeigte er am Auftakttag des Klassikers den schnellsten fehlerfreien Ritt.

Bester Deutscher war mit einer starken Runde Hendrik Sosath aus Lemwerder (Kreis Wesermarsch) auf Quel Chanel auf Rang vier. Insgesamt blieben 18 der 77 Paare ohne Strafpunkte, darunter auch Vielseitigkeits-Weltmeisterin und Team-Olympiasiegerin Sandra Auffarth, die mit ihrer Stute Nupafeed’s La Vista Neunte wurde. Die 31-Jährige aus Ganderkesee (Kreis Oldenburg) will erstmals in diesem Jahr bei dem Kult-Springen am Sonntag dabei sein.

Der Kurs am Mittwoch war nicht vergleichbar mit dem 1230 Meter langen Parcours, der dann auf die Reiter wartet. Nach der zweiten Qualifikation an diesem Freitag (ab 14.25 Uhr/NDR überträgt ab 15.15 Uhr) steht fest, wer im Kampf um das Preisgeld von 120 000 Euro und das Blaue Band des Siegers startet. Für bis zu 40 Reiter und Pferde geht es an diesem Sonntag (14.30 Uhr/NDR) um den Derbysieg.

Das fünftägige Turnier in Klein Flottbek ist mit insgesamt 1,4 Millionen Euro dotiert. Neben dem Derby steht einen Tag zuvor das Springen der Global Champions Tour im Mittelpunkt.

Nicola Philippaerts hat am Donnerstag das Championat von Hamburg gewonnen. Der Belgier siegte mit Harley vor Luciana Diniz aus Portugal mit Lennox. Als beste deutsche Reiterin kam Janne-Friederike Meyer-Zimmermann aus Pinneberg mit Minimax auf Platz zwölf. Laura Klaphake aus Steinfeld (Kreis Vechta) kam nach einem fehlerfreien Ritt auf Catch me if you can auf den 18. Rang.

Lars Blancke
Lars Blancke Sportredaktion