HANNOVER/BRüSSEL - Während der Olympischen Spiele soll es bei den Pferdesport-Wettbewerben in Hongkong mindestens eine weitere positive Doping-Probe gegeben haben. Beim Pferd Rufus des Brasilianers Rodrigo Pessoa soll eine verbotene Substanz gefunden worden sein. „Kein Kommentar“, sagte Pessoa am Sonntag auf Anfrage: „Wir müssen abwarten und schauen.“ Der brasilianische Springreiter sagte aber auch: Über eine positive A-Probe zu schreiben sei „nicht völlig falsch“. Der Internationale Reitverband FEI wollte den Fall nicht bestätigen.

Hanfried Haring, Generalsekretär des deutschen Verbandes FN, dementierte derweil Gerüchte, dass nach dem Marler Christian Ahlmann weitere deutsche Reiter positive Tests gehabt haben sollen. „Ich habe alle Faxe durchgeschaut – nichts“, sagte Haring am Sonntag in Münster: „Und ich habe mit den beiden Reitern, über die geredet wurde, gesprochen – nichts.“ Im olympischen Einzelfinale waren die deutschen Springreiter Ludger Beerbaum (Riesenbeck) und Meredith Michaels-Beerbaum (Thedinghausen) am Start.

Angesichts der neuen Vorwürfe wurde Janne-Friederike Meyers Sieg beim Großen Preis in Münster fast zur Randnotiz. Die Springreiterin aus Hamburg setzte sich bei der dritten Etappe der Riders Tour überraschend im Sattel von Lambrasco in 51,76 Sekunden durch. Auf dem zweiten Platz folgte der Österreicher Thomas Frühmann mit The Sixth Sense (53,23) vor dem ebenfalls fehlerfreien Carsten-Otto Nagel (Wedel) mit Corradina (53,32).

„Das ist eine riesige Freude“, sagte Meyer, die bei der ersten Riders-Tour-Etappe in Hamburg von einem Pferd getreten worden war und acht Wochen pausieren musste.