HANNOVER - Der Österreicher siegte vor Meredith Michaels-Beerbaum. Oldenburgs Jüngster, Tobias Meyer, gewann das Eröffnungsspringen.

von Michael Heinen

und unseren Agenturen

HANNOVER - Der Älteste war der Schnellste: Der 55 Jahre alte Thomas Frühmann hat den Großen Preis von Hannover gewonnen. Beim Höhepunkt des Reitturniers German Classics siegte der Springreiter aus Österreich gestern im Sattel von The Sixth Sense mit dem schnellsten fehlerfreien Ritt der Siegerrunde. Auf den Plätzen zwei und drei landeten vor 8000 Zuschauern Meredith Michaels-Beerbaum (Thedinghausen) mit Checkmate und Markus Fuchs (Schweiz) mit Nirmette. Einen Dämpfer erhielt hingegen Ludger Beerbaum, der nach vierwöchiger Zwangspause auf Rang zwölf kam.

„Es ist ein Wunder, dass ich in diesem Alter noch so ein Pferd bekommen habe“, sagte Frühmann, der vor 14 Jahren den Weltcup gewonnen hatte. „Er ist ein Draufgänger wie ich.“ Frühmann, der nach langer Pause seit einem Jahr ein furioses Comeback erlebte, schob sich mit dem Sieg auf den ersten Platz der Riders Tour.

Aus den Reihen der Oldenburger traten drei Springreiter an. Jüngster im Bunde war Tobias Meyer von der RFG Falkenberg. Der Teameuropameister gewann am Donnerstag das Eröffnungsspringen mit seinem Paradepferd Loriot. Zusätzlich gelang ihm mit Nachwuchshoffnung Laszlo noch ein vierter Rang in der Youngster Tour. Jan Sprehe (Benstrup) und Mario Stevens (Molbergen) glänzten in einer speziellen Tour für Reiter unter 25 Jahren. Stevens sicherte sich mit vier Strafpunkten in 33 Sekunden einen vierten Platz und Sprehe folgte mit einem Abwurf in 33,60 Sekunden an fünfter Stelle.

Das Sprehe Jumping Team sicherte sich am Sonnabend in der Mannschaftswertung der Riders Tour den zweiten Platz. Auch in der Gesamtwertung belegte die Sprehe-Mannschaft mit Christian Ahlmann, Holger Wulschner und Thomas Voss mit 15 Zählern Rang zwei.

Im Dressursektor war der Reiterverband Oldenburg in der M-Mannschaftsdressur vertreten. Der Equipe mit Beeke Wienert, Lisa Gundelach, Alexandra Schneider und Martina Wolf gelang mit 78,83 Punkten ein dritter Platz. Das Team hatte in der Woche zuvor beim Hallenchampionat in Vechta noch den zweiten Rang belegt.