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NWZonline.de Sport Pferdesport

Reiten: Hoffnungsträgerin für Olympia

24.03.2012

BERLIN „Äh, na ja“, sagt Kristina Sprehe und kommt ein wenig ins Zögern. „Natürlich sieht Desperados schöner aus“, meint die neue Dressur-Hoffnung im deutschen Team über den Vergleich ihres Pferdes mit dem Star der Szene. Doch schließlich muss sie zugeben: „Nein, Totilas ist auch schön. Beide sind schön.“

Der Pferdevergleich drängt sich auf. Beide Vierbeiner sind stattliche Hengste, pechschwarz und verfügen über ungewöhnliche Anlagen. Doch die Formkurven verliefen zuletzt unterschiedlich. Während Sprehe mit Desperados die deutsche Spitze eroberte, gab das Millionenpferd Totilas Anlass zur Sorge. Seit dem Einbruch bei der EM 2011 nahm der Rapphengst an keinem Wettbewerb teil. Stattdessen war von Verletzungen die Rede. Bei einer Hengstschau im Februar in Vechta leistete sich das Wunderpferd sogar einen desolaten Auftritt.

„Hoffentlich war es ein Dämpfer zur rechten Zeit“, sagt Bundestrainer Holger Schmezer über das Missgeschick von Totilas, der unter Matthias Rath der Reitnation Deutschland in London eine Medaille sichern sollte. Doch auch Schmezer will dem einst so gefeierten Traumpaar keinen Freifahrtschein für Olympia 2012 ausstellen.

„Alle müssen erst ihre Leistungen bringen. Auch Totilas. Nominiert wird nach dem CHIO von Aachen im Juli.“ Schmezers Worte zeigen einmal mehr, dass die Zeiten der absoluten Ausnahmepaare und Goldgaranten im deutschen Team vorbei sind. Auch Isabell Werth (Rheinberg) muss kämpfen. Die fünfmalige Olympiasiegerin knüpfte mit El Santo noch nicht an die Leistungen auf Satchmo an. Probleme hat das Paar vor allem beim Piaffieren.

Drei Paare muss Schmezer für die Olympia-Equipe nominieren. Eigentlich dachte jeder, dass Rath und Werth gesetzt sind, doch dem ist nicht so. „Es sind sieben Kandidaten im Kader, die alle in Frage kommen“, sagt Schmezer. Dazu zählen außer Rath und Werth die Olympiasiegerinnen Ulla Salzgeber (Buchloe) und Monica Theodorescu (Sassendorf) sowie Anabel Balkenhol (Rosendahl), Helen Langehanenberg (Havixbeck) und – nicht überraschend – auch Kristina Sprehe.

Die 25-jährige junge Dame startete im Vorjahr richtig durch. Die BWL-Studentin aus Benstrup bei Löningen, die schon zu Ponyzeiten alle Championate geritten hat, rückte im Dezember in den Championatskader. Zuvor hatte sie bei den Internationalen Oldenburger Pferdetagen im November mit ihrem elfjährigen Rappen Desperados den Grand Prix Special mit 73,467 Punkten gewonnen.

Beim internationalen Turnier in Dortmund Anfang März gelang der zierlichen Reiterin eine nochmalige Steigerung, als sie im Grand Prix Special mit starken 81,978 Prozent Konkurrentinnen wie Werth oder die britische Vize-Weltmeisterin Laura Bechtolsheimer auf Distanz hielt.

„Mmmh, ja, natürlich träume ich von Olympia“, sagt sie. Der nächste große Auftritt ist schon terminiert: Ende April kommt es in Hagen am Teutoburger Wald auch zum ersten Duell mit Totilas – wenn der Millionenhengst nicht wieder schwächelt. Schmezer glaubt an Sprehe. „Sie weiß sich gut einzuschätzen und ist bienenfleißig.“ Gute Voraussetzungen für weitere Erfolge im Sattel von Desperados.

Otto-Ulrich Bals Autor
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